Fußball

Westfalenpokal ohne die Amateure

Hakan Demir (links) und Andreas Spais, RSV Meinerzhagen
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Hakan Demir (links) und Andreas Spais gewannen mit dem RSV Meinerzhagen 2020 den Westfalenpokal. Verteidigen werden sie ihn nicht können.

Die Meisterschaftssaison 2020/21 im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ist „abgewickelt“, und wie angekündigt ist nun auch in Sachen Westfalenpokal die Entscheidung gefallen.

Die Amateure bleiben außen vor: Drittligist SC Verl und die Regionalliga-Klubs SV Lippstadt 08, SC Wiedenbrück, SC Preußen Münster, Sportfreunde Lotte und SV Rödinghausen werden bis zum 29. Mai unter sich den Verbandspokalgewinner ausspielen, der dann am DFB-Pokal 2021/22 teilnehmen wird.

Warum der FLVW nach diesem Modell verfährt, das den ursprünglich 64 Westfalenpokal-Startern am Dienstagabend präsentiert wurde, liegt auf der Hand. „Leider ist es aktuell nur den Mannschaften aus den Profiligen – zu der auch die Regionalliga West gehört – gestattet, unter Corona-Schutzbedingungen Fußball zu spielen. Strenge Hygieneauflagen und regelmäßige Testungen sind hierfür die Grundvoraussetzung“, begründet der FLVW-Vizepräsident Amateurfußball, Manfred Schnieders.

Entschädigung für fehlende Einnahmen

Dafür, dass sie Corona-bedingt nicht spielen dürfen und so keine Pokaleinnahmen generieren können, werden die anderen 58 Vereine unterhalb der Regionalliga verbandsseitig mit einer einmaligen Zahlung in Höhe von 1000 Euro entschädigt. Außerdem gibt’s für alle eine neue sportliche Chance: Sie erhalten für 2021/22 erneut einen Westfalenpokal-Startplatz.

Das gilt auch für die Verlierer der vier vor der Pandemie-Unterbrechung bereits absolvierten Erstrundenspiele: Auch sie werden bei der Neuauslosung fürs kommende Spieljahr wieder im Lostopf sein. Die Gewinner besagter vier Partien müssen 2021/22 hingegen erst in Runde zwei starten. Der heimische Fußballkreis Lüdenscheid hat mit dem RSV Meinerzhagen, mit Rot-Weiß Lüdenscheid und dem Kiersper SC drei Eisen im Erstrunden-Feuer.

Mit der geschilderten Variante umschifft der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen vor allem die Klippe, die sich bei anderem Vorgehen unweigerlich vor ihm aufgetürmt hätte. Sprich: Die Frage danach, nach welchen Kriterien man die Westfalenpokal-Teilnehmer 2021/22 sonst hätte ermitteln sollen. Durch die Saisonannullierung gibt es in den überkreislichen Spielklassen schließlich keine Meister – und weil die Kreise dem FLVW zugesagt haben, die Pokalwettbewerbe 2020/21 auf Kreisebene ebenfalls nicht fortzuführen, auch keine Kreispokalgewinner. Meister und Pokalsieger machen aber nun einmal mehr als 90 Prozent der Teilnehmer am Verbandspokalwettbewerb aus.

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