FSV Werdohl düpiert ASC 09 Dortmund im Westfalenpokal

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Philip Fischer traf kurz nach seiner Einwechselung zum zwischenzeitlichen 3:0 für die FSV Werdohl.

Werdohl - Als der Schlusspfiff ertönte, sprach der Stadionsprecher aus, was wohl alle 130 Zuschauer am Riesei am Sonntag dachten: „Die Sensation ist perfekt!“ Soeben hatte Fußball-Landesligist FSV Werdohl in der ersten Runde des Westfalenpokals den Oberligisten ASC 09 Dortmund mit 4:1 (1:0) aus dem Wettbewerb gekegelt.

Mit einer leidenschaftlichen und disziplinierten Vorstellung gelang es den Schützlingen von FSV-Trainer Alen Terzic, den zwei Klassen höher angesiedelten Konkurrenten zu düpieren. Den Grundstein dazu legten die Werdohler schon in der Anfangsphase.

Nach einem ersten Warnschuss der Aplerbecker durch Pascal Beilfuß (4.) demonstrierten die Hausherren erstmals an diesem Tag ihr abermals funktionierendes Umschaltspiel. Rejhan Zekovic stürmte über die rechte Seite nach vorn, bediente mit einem scharfen Zuspiel den auf dem linken Flügel lauernden Falk Fischer, der ASC-Torhüter Jan Held zum 1:0 überwand (6.).

Ein Wirkungstreffer, von dem die Gäste sich so schnell nicht erholten – und der der FSV zusätzliche Sicherheit gab. Mit hohem Laufaufwand hielten die Werdohler ihre Positionen, machten für den Favoriten die Räume eng und erstickten damit die meisten Dortmunder Angriffe bereits im Keim. Schüsse wie der von Alihan Kurgan aus Metern, der knapp am Gehäuse von FSV-Torhüter vorbei strich, waren eher die Ausnahme (14.). So nahmen die Gastgeber die Führung in die Halbzeitpause mit, ohne dass es in der eigenen Defensive allzu brenzlig wurde.

Nach dem Seitenwechsel war der ASC darum bemüht, das Tempo zu erhöhen. Dann aber brachte ein Patzer von Keeper Held, der einen langen Ball aus der Werdohler Hälfte unterlief, die FSV endgültig auf die Siegerstraße. Falk Fischer war der Nutznießer und schlug zum zweiten Mal zu – 2:0 (60.). Nur wenig später setzte Rejhan Zekovic Fischers gerade erst eingewechselten jüngeren Bruder Philip ein, der sich im Laufduell gegen einen Dortmunder durchsetzte und mit einem Schuss ins lange Eck auf 3:0 erhöhte (64.).

In der Folge rollten wütende Angriffe auf Grete zu, die der Torwart aber stets parierte – mit Ausnahme Ehrentreffers von Michael Seifert (84.). Lukas Kessler stellte kurz vor dem Abpfiff mit dem 4:1-Endstand den alten Abstand wieder her. „Ich denke, dass wir sehr zielstrebig nach vorne gespielt haben“, analysierte FSV-Coach Terzic, der zudem das Umschaltspiel seiner Mannen positiv hervorhob.

FSV: Grete – Mura, Maus, Bierkoch (46. Schröder), Sarris – Brüll – R. Zekovic, Klamann, Neuke (62. P. Fischer), F. Fischer (80. Sesay) – Kessler

ASC: Held – Denizci (64. Werner), Halim, Kemler, Brümmer – Rudnik (33. Stein), Beilfuß (58. Ambacher), Münzel, Kurgan – Seifert, Schwarz

Schiedsrichter: Ercan (Hamm)

Tore: 1:0 (6.) F. Fischer, 2:0 (60.) F. Fischer, 3:0 (64.) P. Fischer, 3:1 (84.) Seifert, 4:1 (89.) Kessler

Zuschauer: 130

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