Pflichtspiel-Auftakt für FSV Werdohl gegen ASC 09

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Philip Fischer (links) und die FSV Werdohl wollen nach dem 4:4 im Test gegen Grünenbaum am Sonntag dem haushohen Favoriten aus Dortmund im Westfalenpokal ein Bein stellen.

Werdohl - Das Wort „Überraschung“ ist einer der Ausdrücke, der im Zusammenhang mit Pokalspielen wohl am häufigsten fällt. Eine solche strebt Fußball-Landesligist FSV Werdohl trotz widriger Umstände am Sonntag (15 Uhr) ebenfalls an.

Nämlich wenn in der ersten Runde des Westfalenpokals Oberligist ASC 09 Dortmund im Riesei-Stadion seine Visitenkarte abgibt.

In der jüngeren Vergangenheit schrammten die Werdohler nur zweimal knapp an einer Sensation vorbei. In der Saison 2012/13 hieß es unter Trainer Jörg Rokitte gegen den damaligen Regionalligisten SF Lotte erst in der Verlängerung 0:1. Ein Jahr später, als der heutige Sportliche Leiter Carsten Minker auf der FSV-Bank das Sagen hatte, gab es eine denkbar knappe 1:2-Niederlage gegen den einstigen Westfalenligisten TSV Marl-Hüls.

Im August 2015 heißt der Werdohler Coach Alen Terzic. Und der bestreitet mit seiner Elf gegen die Dortmunder das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Über die Rollenverteilung sind sich Terzic und Minker völlig einig. „Das wird ein Brocken – und ein Highlight der Vorbereitung“, macht der 41-jährige Sportchef keinen Hehl daraus, dass ein Weiterkommen der FSV die viel zitierte Überraschung wäre.

Dem widerspricht auch Terzic nicht. Gleichwohl verfolgt der Iserlohner mit seinem Team den Plan, es der Truppe aus dem Stadtteil Aplerbeck richtig schwer zu machen. „Wir wollen versuchen, kompakt zu sein, möglichst lange eine enge Partie daraus zu machen“, betont der 34-Jährige.

Die Eindrücke aus den Testspielen legen den Schluss nahe, dass die FSV sich leichter tut, wenn sie sich auf einen vermeintlich stärkeren Gegner einstellen kann, nicht selbst die Initiative übernehmen muss. Aus dieser Grundhaltung heraus glückte den Werdohlern Ende Juli ein 2:1-Coup bei Westfalenliga-Aufsteiger SpVg Olpe. „Zumindest freuen wir uns darauf, gegen einen guten Gegner unser Bestes geben zu können“, übt sich Terzic in Zurückhaltung.

Und die speist sich vermutlich nicht zuletzt aus den personellen Fragezeichen, die die FSV einmal mehr begleiten. Über die genaue Zusammensetzung des Kaders konnte der Coach am Freitag noch keine abschließenden Angaben machen, plant vorerst mit dem Aufgebot, das am Dienstagabend gegen Bezirksliga-Aufsteiger TuS Grünenbaum einen 4:4-Schlagabtausch lieferte. Klar ist lediglich, dass Robert Bierkoch nach überstandener Fußverletzung wieder zur Mannschaft stößt.

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