Medaillenregen für LTV 61-Degenfechter

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Kämpfte sich ins Finale vor und sicherte sich den Vize-Westfalentitel: Marie Courouble (rechts).

Hagen - Einen tollen Erfolg landete die Degenfechtabteilung des LTV 61 am Wochenende bei den Westfälischen Landesmeisterschaften in Hagen und kehrte mit zwei Gold-, drei Silbermedaillen und einer Bronzeauszeichnung in die Bergstadt zurück.

Julia Nagler, Robert Brandts, Bastian Laurin Vollmann und Joel Janis Bieker gingen bei den B-Jugendlichen für den Lüdenscheider Klub auf die Planchen. Vollmann und Brandts mussten sich im jüngeren Jahrgang unter zehn Fechtern beweisen. Während Bastian sieglos auf Rang zehn ausschied, konnte Robert in seiner 5er-Vorrunde zwei Siege erfechten, traf dann aber in der Direktausscheidung unglücklicherweise auf den späteren Sieger Cedrik Henry Fast aus Bielefeld, der ihn mit 5:10 auf Platz sieben verwies. Joel Janis Bieker startete im älteren Jahrgang der B-Jugendlichen in einer 7er-Vorrunde, in der er drei Gefechte gewinnen konnte, dann aber in der Direktausscheidung gegen Maurice Rüger vom Gastgeber TSV Hagen zunächst in deutlichen Rückstand von 0:5 geriet. Die Tipps des Trainers Wojciech Mróz konnten ihn nur auf 7:10 heranbringen, so dass er Sechster wurde.

Besser klappte es bei Julia Nagler, B-Jugendliche des jüngeren Jahrgangs, die sich sich unter neun Konkurrentinnen in ihrer 5er-Vorrunde mit vier Siegen durchsetzte und auch weiter in den Direktausscheidungen gegen Wirth zur Osten (Warendorf, 10:7) und Davidov (Paderborn, 10:4) siegte. Sie musste sich erst im Finale Pauline Carstens aus Quernheim mit 8:10 als Vizemeisterin knapp geschlagen geben.

Busch und Steinbrich erfolgreich

Am Sonntag nahmen Jasmin Nagler, Marie Courouble und Felix Klose als A-Jugendliche und Valentin Enders, Paul Busch und Henrike Enders als Junioren die Titelkämpfe in Angriff. Bei den Fechtern konnten Klose mit zwei Siegen, Valentin Enders mit drei Siegen und Busch ohne Gefechtsverlust die 5er Vorrunde erfolgreich beenden. Während Busch und Enders ihre dann folgenden Direktgefechte gegen Steinbrich (Gladbeck) und Bruss (Hagen) jeweils mit 15:9 sicher gewannen, musste Klose nach einer 9:15-Niederlage (Paul Mittelstaedt, Hagen) in den Hoffnungslauf gegen Tobias Birth, den er mit 15:12 schlug.

Die Vereinskollegen Valentin Enders (links) und Paul Busch trafen in Hagen im Viertelfinale aufeinander, Busch siegte und wurde später Landesmeister, Enders belegte Rang sieben.

In den weiteren Direktgefechten trafen Busch und Enders aufeinander (15:9) und Enders als Verlierer im Hoffnungslauf auch noch auf Klose, den er 15:7 aus dem Rennen warf. Im Viertelfinale wiederholte sich die Lüdenscheider Paarung mit nahezu gleichem Ergebnis (15:8), was für Enders Rang sieben bedeutete. Busch zog siegreich weiter und konnte auch das Finale und damit den Landesmeistertitel mit 15:10 gegen den Dortmunder Egor Evsenin, ebenfalls einen Mróz-Schüler, gewinnen.

Bei den Damen traten 20 Fechterinnen in vier 5er-Gruppen an: Die jüngste Bergstädterin, Jasmin Nagler, blieb ohne Sieg und schied aus. Enders und Courouble erreichten in der Vorrunde vier bzw. drei Siege und konnten auch ihre Direktgefechte bis in Halbfinale gewinnen. Dort zeigte Enders Schwächen gegen die spätere Siegerin und Dauerrivalin Kendra Bittner aus Herne und verlor knapp 14:15; unerwartet war das „nur“ Bronze. Courouble gewann das Halbfinale gegen Hannah Wilke, Hagen, mit 15:11, musste sich gegen Bittner mit 11:15 aber mit der Silbermedaille zufrieden geben.

Eklat beim Turnier der Damenteams

Das anschließende Mannschaftsturnier endete bei den Damen mit einem Eklat. Jasmin und Julia Nagler, Marie Courouble und Henrike Enders waren mit einem Freilos in die Konkurrenz gestartet, gewannen dann sicher das Halbfinale gegen das Fencingteam Bocholt. Im Finale wartete die Startgemeinschaft Herne/Hamm: Dort dominierten die Fechterinnen Enders und Bittner jeweils ihre Gefechte. Enders übernahm das Schlussgefecht gegen Bittner mit knappem Rückstand und war mit einer knappen Führung von 7:6 auf der Gewinnerstraße, als der sehr unsichere Obmann plötzlich und ohne die sonst übliche Vorankündigung, angeblich wegen abgelaufener Zeit, das Gefecht beim Stand von 38:39 beendete. Da in der Hagener Halle keine offene Zeitanzeige installiert war und die Zeit nur durch eine handgeführte Stoppuhr vom Obmann selbst genommen wurde, war die Entscheidung weder kontrollier- noch anfechtbar. Als Trost für das „ärgerliche“ Silber blieb, dass Rang zwei auch die Startberechtigung für die Deutsche Meisterschaft der Junioren im April in Leverkusen bedeutete.

Männerteam dominiert einmal mehr deutlich

Mehr Glück als die Frauen hatten die Männer: Als Startgemeinschaft zusammen mit dem Dortmunder Egor Evsenin starteten Klose, Enders und Busch wie die Damen mit einem Freilos und gewannen im Halbfinale souverän gegen Gastgeber Hagen. Auch das Finale gegen die Startgemeinschaft Hamm konnte durch die sehr starke Leistung von Paul Busch sicher gewonnen werden, der sich nicht nur seine zweite Goldmedaille und einen weiteren Landesmeistertitel abholte, sondern auch die Mannschafts-Fahrkarte zur DM in Leverkusen. J se/jig

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