HSV Werdohl/Versetal unterliegt Höchsten mit 27:33

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Die Enttäuschung ist Nils Scheuermann und Tim Gurol in ihre Gesichter geschrieben. Die HSV leistete sich in Höchsten zu viele Fehler, haderte zudem mit dem Unparteiischen und unterlag am Ende 27:33.

WERDOHL - Das Punktepolster verspielt, den direkten Vergleich verloren und einen psychologischen Rückschlag eingesteckt – die Bilanz der HSV Werdohl/Versetal, die im Kellerduell Handball-Verbandsliga am Samstagabend beim TuS Borussia Höchsten mit 27:33 (11:16) unterlag, ist bescheiden.

Den Rückschlag allein an den in der Kritik stehenden Schiedsrichtern festzumachen, wäre zu einfach. Einen nicht unerheblichen Anteil an der Niederlage hatte die Offensivabteilung zu verantworten. Chancen, zumindest auf Augenhöhe mit den Höchstenern um den Sieg zu streiten, waren reichlich vorhanden. Überraschend, denn zwischen den Pfosten der Gastgeber stand mit Matthias Zankl ein alter Bekannter. Obwohl Zankl vor nicht allzu langer Zeit noch das Trikot der HSV trug, schienen sich lediglich seine Stärken in den Köpfen der HSV-Angreifer festgesetzt zu haben. Denn die verstanden es vortrefflich, den Schlussmann zum Helden zu werfen.

Frei vor dem Tor nach feiner Einzelaktion, Gegenstoß oder Siebenmeter – egal welche Situation, die HSV schien auf Zankl zu zielen. Ein Umstand, der offensichtlich zermürbte, an den Nerven zerrte – und die Schiedsrichter würzten das Ganze noch mit einigen fragwürdigen Entscheidungen. Wie zum Beispiel der frühen Roten Karte gegen Marc Bardischewski (25. Minute), der seinen Gegenspieler bei einer Abwehraktion im Gesicht traf. Eine Karte, die man vielleicht geben konnte – aber eine Linie war nicht zu erkennen.

Aufgrund der vielen vergebenen Chancen riss der Kontakt schon früh ab. Bis zum 3:3 (8.) war die Welt aus Sicht der Gäste noch in Ordnung. Beim 8:4 (11.) warf Henning den Grünen Karton. Höchsten ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, legte anschließend durch seinen Linksaußen „Mr. Hundertprozent“, alias Patrick Drees, zum 9:4 nach. Bis zur Pause (16:11) verwaltete Höchsten das Polster relativ mühelos. In Halbzeit zwei bestand mehrfach die Chance, den Abstand nennenswert zu verkürzen. Zeitstrafen und Siebenmeterentscheidungen gegen die HSV in Kombination mit einer weiterhin schwachen Trefferquote machten Höchsten stark. Spätestens beim 29:22 (54.) war die Messe gelesen und der Frust im Lager der Werdohler saß tief. - Von Markus Jentzsch

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