HSV Werdohl/Versetal will Favorit Hattingen stürzen

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Die HSV Werdohl/Versetal um Michel Lengelsen hat am Samstag nicht viel zu verlieren. Hattingen ist Favorit, aber auch nicht unschlagbar.

WERDOHL - Die Papierform spricht klar für den TuS Hattingen, wenn der Tabellenfünfte am Samstag um 19 Uhr in der Sporthalle am Riesei bei der HSV Werdohl/Versetal gastiert. Aber was wäre der Sport ohne Überraschungen, ohne Außenseitersiege?

Und genau auf solch ein herausragendes Erlebnis hofft HSV-Trainer Kai Henning am Samstag. Die Fans spielen da natürlich eine ganz entscheidende Rolle – wie zuletzt beim Heimspiel gegen Eiserfeld.

"Pay what you want"-Aktion:Der neue HSV-Vorsitzende Alexander Griessl lockt die Sportfans am Samstag mit einer besonderen Aktion zum Riesei. „Pay what you want“, „Zahle was Du willst“ ist beim Hattingen-Spiel an der Kasse zu lesen. Auf einen generellen Eintrittspreis wird für die Spiele der Zweiten gegen Selbecke und anschließend der Ersten verzichtet. Jeder Besucher kann einen freiwilligen Beitrag leisten – und zahlen, was er für angemessen hält, beziehungsweise womit er die Arbeit und die Visionen der HSV unterstützten möchte.

Plötzlich werden Kräfte freigesetzt, an deren Existenz man gezweifelt hat. Die spielerische Leichtigkeit kehrt zurück. Alle haben ihre Freude an solche einem Spektakel – und der Erfolg versüßt alles.

Keine Frage, Hattingen hat eine Qualität im Kader, die mit zum Besten gehört, was die Liga zu bieten hat. „Eine starke Abwehr, technisch versierte Spieler, die in der Lage sind, 60 Minuten Vollgas zu geben. Wenn der TuS ins Rollen kommt, wird es schwer, diesen Express zu stoppen“, weiß HSV-Trainer Kai Henning und fügt hinzu, dass es zwei extreme Optionen gibt. „Wenn alles für uns läuft, ist der TuS vielleicht zu knacken. Man kann auch unter die Räder kommen.“

Wie dem auch sei, die Zuschauer dürfen sich auf ein spannendes Verbandsliga-Spiel freuen, wenn der Favorit aus Hattingen seiner Rolle gerecht werden möchte, während ihn eine gegen den Abstieg kämpfende HSV mit allen Mitteln zu Fall bringen will.

In welcher Formation Werdohl heute Abend aufläuft, ist noch unklar. Der Einsatz von Burzlaff (Rückenbeschwerden) ist fraglich, Scheerer könnte ebenfalls ausfallen (Fersenprobleme). Dafür melden sich Griessl und Lakic wieder zurück, während Fischer noch länger pausieren muss. Jens Plassmann aus der Reserve wird den Kader verstärken und Scheuermann am Kreis entlasten. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Lohmann, Scheuermann, Bardischewski, de Liello, Burzlaff, van der Hurk, Gurol, Scheerer, Lengelsen, Bluhm, Lakic, Plassmann

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