HSV Werdohl siegt in Recklinghausen mit 28:27

+
Maßgeblich am Erfolg beteiligt, aber für die kommenden Spiele gesperrt: HSV-Spielmacher Oliver de Liello, der in Recklinghausen fünf Treffer beisteuerte.

WERDOHL - Wer hätte das vor ein paar Wochen für möglich gehalten? Die HSV Werdohl/Versetal hat im Laufe der jüngsten Spieltage der Handball-Verbandsliga nicht nur ihre Heimstärke zurückgewonnen, sie kann sogar auswärts punkten. Mit einem Minimal-Aufgebot siegte die HSV beim PSV Recklinghausen mit 28:27 (14:13).

Ohne Lohmann (wird für die Reserve freigepielt) und Fischer (nicht auf dem Spielbericht eingetragen) stellte sich am Samstag der HSV-Rückraum mehr oder weniger von selbst auf. Zudem stand nur Torwart Meckel zur Verfügung, und den hatte in der Woche ein Infekt erwischt. Was der Haufen Tapferer ablieferte, war denkwürdig.

In einem dramatischen Finale, das vor Spannung regelrecht überquoll, behielt die Henning-Sieben knapp die Oberhand. Weil auch an den anderen Spielstätten alles für die HSV lief, hat Werdohl nach Punkten zum ASV Hamm II aufgeschlossen und liegt mit sechs Zählern vor dem ersten fixen Absteiger.

Mehr zur HSV Werdohl:

- HSV gastiert in Recklinghausen

- Serkan Kahraman übernimmt die HSV Werdohl

„Wir haben schleppend ins Spiel gefunden, lagen schnell 0:3 zurück, haben dann beim 3:3 ausgeglichen, sind der Musik aber bis kurz vor der Pause eigentlich ständig hinterhergerannt“, beschrieb HSV-Trainer Kai Henning weite Strecken des ersten Durchgangs bis zum Stand von 12:13 – die erste HSV-Führung. Diesen knappen Vorsprung retteten de Liello und Co. beim 13:14 in die Pause.

Halbzeit zwei glich dann einem Krimi. „Es ging hin und her. Wir haben gut verteidigt und Meckel hat stark gehalten. Beim 25:21 lagen wir plötzlich sogar mit vier Treffern vorn“, so die Eindrücke des HSV-Coaches um die 50. Minute herum.

Der PSV nahm den Torwart heraus und griff mit sieben Feldspielern an. Der Werdohler Fluss geriet ins Stocken, beim 24:25 (55.) waren die Recklinghausener zurück im Spiel, das nun auf des Messers Schneide stand.

Wie es seiner HSV gelungen ist, das Ruder herumzureißen, konnte Henning nicht beschreiben: „Ist auch völlig egal. Wir haben es irgendwie geschafft.“ Mit einer 28:27-Führung bog die HSV in die Schlusssekunden ein. De Liello hatte den Ball, bekam aber einen technischen Fehler abgepfiffen und warf den Ball weg – Rote Karte mit Bericht, zeitgleich verstrichen die Sekunden.

Die Gastgeber kamen bei nun doppelter Überzahl nochmal zum Abschluss, scheiterten aber am Pfosten. Der Rest war Jubel der Werdohler, die zwar de Liello wahrscheinlich für zwei Partien verlieren, aber wertvolle Punkte gewonnen haben. „Auswärtssieg, Auswaärtssieg!“, hallte es durch die Arena. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel – Bardischewski (8), Lengelsen (5), van der Hurk (5), de Liello (5/2), Gurol (4), Plassmann (1), Scheerer, Burzlaff, Scheuermann, Bluhm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare