HSV Werdohl/Versetal vor Abstiegsduell mit Höchsten

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Markus Bluhm zeigte gegen den RSV Eiserfeld eine ganz starke Vorstellung. Henning ist überzeugt, dass der Rückraumspieler auch in Höchsten wieder Impulse setzen wird.

WERDOHL - Die HSV Werdohl/Versetal steht am Samstag (19.15 Uhr) in der Handball-Verbandsliga vor einem echten Abstiegsendspiel. Gegner der Mannschaft von Trainer Kai Henning, die aktuell den drittletzten Tabellenrang einnimmt, ist der Vorletzte TuS Borussia Höchsten.

Wird am Samstagabend in Dortmund eine erste Abstiegsfrage beantwortet? HSV-Trainer Kai Henning sagt nein, weiß aber auch, dass seine Mannschaft im Falle eines Sieges ganz gute Karten hat und fügt hinzu: „Ein verdammt wichtiges Spiel“.

Um 19.15 Uhr wird die Partie des gastgebenden Handball-Verbandsliga-Vorletzten, dem TuS Borussia Höchsten, in Wellinghofen gegen den Drittletzten aus Werdohl angepfiffen. 60 Spielminuten später werden Jubel und Enttäuschung dicht beieinanderliegen. Für beide Klubs steht extrem viel auf dem Spiel. Eine Vier-Punkte-Partie zum Start der Rückrunde mit vielleicht richtungsweisendem Charakter.

Trainer Kai Henning weiß genau, wie wichtig Emotionen im Abstiegskampf sind. Und genau diese Emotionen sind am zurückliegenden Wochenende im Spiel gegen den RSV Eiserfeld plötzlich wieder zum Leben erwacht. Wie Henning dieses Feuer entfacht hat, ist zweitrangig. Fest steht indes, dass die HSV in dieser Verfassung eine Gefahr für jeden Konkurrenten darstellt. „Diese Euphorie, dieses Gefühl müssen wir mit nach Höchsten nehmen“, wünscht sich der Coach, dass das Spektakel von Meckel und Co. nicht als „Eintagsfliege“ in den Archiven landen wird.

„Wir müssen die Leistung in Dortmund bestätigen. Etwas Zählbares wäre Gold wert“, ist Henning überzeugt. Aufgrund der aktuellen Tabellensituation steht Höchsten noch stärker unter Druck als die HSV. Immerhin gewann die HSV nicht nur gegen Eiserfeld, bewies im Kellerduell in Telgte Nervenstärke und behielt auch im ersten Duell gegen Höchsten die Oberhand (38:34).

Personell haben die Gastgeber am Samstag wahrscheinlich massivere Probleme als die HSV, die beim 32:28 gegen Eiserfeld gezeigt hat, dass es selbst mit einem dezimierten Kader funktioniert. Höchsten hat in den zurückliegenden Jahren ein Faktor ausgezeichnet: die extrem offensive Abwehr.

Die war allerdings auf das zur Verfügung stehende Personal maßgeschneidert. Bradtke und Grotemeyer sind zwei ganz wichtige Namen, ohne die der TuS diese Variante eigentlich nicht spielen kann. Und wenn Hennings Informationen stimmen, fehlt das Duo heute. Ein Pluspunkt für die HSV.

„Es ist durchaus noch möglich, dass wir eine richtig gute Saison spielen werden“, strahlt der Coach Optimismus nach der sportlichen Werbeaktion für den Werdohler Handball aus. Auf dem Weg zu diesem Ziel spielt die heutige Begegnung eine immens wichtige Rolle. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Lohmann, Scheuermann, Bardischewski, de Liello, van der Hurk, Gurol, Scheerer, Lengelsen, Bluhm

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