HSV Werdohl/Versetal unterliegt ASV Hamm II mit 19:30

+
Die aggressive Abwehr des ASV Hamm II ließ der HSV Werdohl kaum Zeit für einen konzentrierten Abschluss oder einen Pass wie hier von Lohmann zu Kreisläufer Scheuermann.

WERDOHL -  Trotz einer 12:11-Pausenführung: Die HSV Werdohl/Versetal verlor das Kellerduell in der Handball-Verbandsliga gegen den ASV Hamm II am Samstagabend mit 19:30.

Szenenapplaus, rhythmisches Klatschen der HSV-Anhänger, ein Heimspielsieg lag mal wieder in der Luft. Ein Sieg, den der harte Kern der Werdohler Handballfreunde so sehr herbeisehnte. Diese Szenen spielten sich ausnahmslos in der ersten Halbzeit ab.

„Halbzeit zwei war eine Katastrophe“, bilanzierte HSV-Trainer Kai Henning nach einer abermals enttäuschenden Vorstellung in der sporthalle Riesei und einer 19:30 (12:11)-Niederlage gegen den ASV Hamm II.

Dass die Gegner Angst haben, wenn sie nach Werdohl reisen müssen – die Zeiten scheinen vorerst vorbei. Die Zeiten, in denen den Werdohlern am Riesei das Etikett der Unbesiegbarkeit anheftete, ebenfalls.

Sieben Tore in den zweiten 30 Minuten reichten gegen einen ASV Hamm, der aus seinen Möglichkeiten das Maximum herausholte, bei Weitem nicht aus, um etwas Zählbares zu verbuchen. Es war die Aggressivität der Hammer Abwehr, die der HSV den Zahn zog. Unbedrängte Würfe – keine Chance. Ein konzentrierter Pass zum Kreis – die ASV-Abwehrstrategen waren schon zur Stelle.

Im Gegensatz zu manch anderem Verbandsligisten zeichnete sich die ASV-Reserve, die gänzlich ohne Anleihen beim Zweiliga-Kader auskam, weniger durch ihre Körpergröße, vielmehr durch ihre Schnelligkeit aus. Sie schienen den entscheidenden Tick flinker zu sein.

Im ersten Durchgang sah es keineswegs nach so einer klaren Angelegenheit aus. Die HSV verteidigte ordentlich und spielte auch vorne einen anständigen Handball. Acht Treffer der Rückraumachse Bardischewski, Lohmann und Fischer reichten aus, um einen 4:7-Rückstand (14.) beim 8:8 (24.) auszugleichen und sich mit einer 12:11-Führung in die Kabine zu verabschieden.

Hatte sich Hamm bis dato geschont oder die HSV ihr Pulver verschossen? Bis zum 17:19 (44.) war die HSV-Welt noch in Ordnung. Dann kassierte Hamm eine Zeitstrafe und entschied die Partie. In Überzahl verlor die HSV den Ball, leistete sich Fehlwürfe, während Hamm zum 17:21 aufstockte – ein Ausrufezeichen.

Die Schlussviertelstunde gehörte dann den Gästen. Werdohl markierte noch zwei Treffer, den letzten zum 19:24 (54.) und ging dann unter. Die Frust-Zeitstrafe gegen Henning und eine weitere Zwei-Minuten-Strafe gegen Lakic (57., 19:26) besiegelten das Fiasko und hinterließen ratlose Mienen. - Von Markus Jentzsch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare