HSV Werdohl/Versetal unterliegt in Haltern mit 34:36

Mit elf Treffern der erfolgreichste HSVer: Pierre van der Hurk.

WERDOHL -   Offensichtlich war der erschreckend schwache Auftritt der HSV Werdohl/Versetal vor zwei Wochen gegen Ferndorfs Reserve nur ein Ausrutscher. Am Samstag präsentierte sich die Sieben von Trainer Kai Henning beim HSC Haltern-Sythen trotz Notbesetzung in siegfähiger Verfassung – unterlag aber mit 34:36 (15:17). . Am Ende fehlte dem Handball-Verbandsligisten nur ein Quäntchen mehr an Kraft, um dem Tabellenzweiten die Punkte streitig zu machen. Der Ausgang der Partie war bis zur 58. Minute noch völlig offen.

„Zu dem Zeitpunkt stand es 33:32 für den HSC. Wir verziehen einen Wurf und Haltern legt nach. Wenn wir da den Ausgleich markiert hätten, wer weiß wie Haltern reagiert hätte“, beschrieb Kai Henning die entscheidende Szene in der Schlussphase. „Trotzdem war es ein supergeiles Spiel“, zollte der Coach seiner Sieben, die mit „eineinhalb“ Auswechselspielern auskommen musste (Gurol verletzt, Lengelsen krank) seinen Respekt.

Werdohl begann furios und rüttelte in den ersten zehn Minuten mächtig am Thron des favorisierten Gastgebers. „Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr“, meinte Henning mit Blick auf die 8:3-Führung in der zehnten Minute. Haltern, das in Bestbesetzung antrat, benötigte einige Minuten, um sich von der ersten verlorenen Runde zu erholen. Im Stile eines guten Boxers stand der HSC wieder auf und glich beim 8:8 aus. „Anschließend war es bis zum Abpfiff eigentlich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe“, sagte Henning.

Über 12:10 (21.) kämpfte sich der Tabellenvize zur 17:15-Pausenführung. Torjäger Alex Mazur hatten die Werdohler in den ersten 30 Minuten effektiv ausgeschaltet. Oliver de Liello zog die Fäden, die HSV spielte einen zielgerichteten Konzeptionshandball und leistete sich kaum technische Fehler – kein Vergleich zu dem Ferndorf-Desaster.

Obwohl die HSV personell am Limit agierte, bot sie dem HSC auch nach dem Seitenwechsel Paroli. In der 40. Minute waren die Kontrahenten beim 21:20 praktisch gleichauf, um die 50. Minute herum erarbeitete sich Haltern ein kleines, aber nicht vorentscheidendes Polster (30:27).

Weil Henning keine Optionen hatte, de Liello und Co. am Limit agierten, fehlte in den letzten Minuten eine Handvoll Körner, während die Mazur-Sieben die Reserven besaß und den Zielsprint für sich entschied. - Von Markus Jentzsch

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