HSV Werdohl/Versetal empfängt HSC Recklinghausen

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In Hamm zog Oliver de Liello die Fäden, trug seinen Teil zum Erfolg bei. Am Samstag empfängt die HSV den HSC Recklinghausen und peilt einen Heimsieg gegen den Favoriten an.

Werdohl - 25:23 Punkte, Platz sieben, irgendwo im Niemandsland der Handball-Verbandsliga – Kai Henning, Trainer der HSV Werdohl/Versetal hätte dem HSC Eintracht Recklinghausen vor dem direkten Duell am Samstag (18 Uhr, Riesei-Halle) mehr zugetraut.

Personell seien die Eintrachtler eigentlich so gut aufgestellt, dass sie – ein konstantes Ausschöpfen des Potenzials vorausgesetzt – um die Plätze eins bis fünf mitspielen müssten. Dem heutigen Gast der HSV, die Partie findet eine Stunde früher als üblich statt, fehle aber die Konstanz.

Woran es beim HSC hapert, ist Kai Henning nicht bekannt. Er weiß aber, dass sie mit Stephan Haunert einen der überragenden Torhüter in der Liga aufbieten. Kreisläufer Alexander Tesch, der Regionalligaerfahrungen vorweisen kann, und Jörg Schomburg, ein sehr effektiver Mittelmann, sind weitere Hochkaräter im Aufgebot des Teams aus Recklinghausen. „Sie beherrschen Tempowechsel und vieles mehr“, weiß Henning aus seinen Beobachtungen.

Weil der HSC über eine äußerst kompakte 6:0-Abwehr verfügt, die sich auf die Qualitäten ihres Schlussmannes stützt, kommt es einer unlösbaren Herausforderung gleich, das formierte Bollwerk zu knacken.

„Wir müssen eine ganz andere Taktik benutzen als zuletzt in Hamm. Wenn der HSC erst mal im Verbund steht, ist es unglaublich schwer, sich Chancen zu erabeiten. Wir müssen Gas geben, versuchen, den Gast zu überrennen“, gewährt Henning Einblicke in seine Spielvorbereitungen. Zwar beherrscht der HSC das 6:0-System perfekt, die Gäste sind aber auch für taktische Finessen gut.

Schomburg taucht gegen gefährliche Halbangreifer auch gerne mal als Störenfried vor der Abwehr auf. Auch diese Spielchen sind Henning bekannt, er hat seine Schützling entsprechend eingestellt.

Im Hinspiel kämpfte die Henning-Sieben mit stumpfen Waffen, trat ersatzgeschwächt an und kam Ende Dezember beim HSC mit 23:33 unter die Räder. Dieses Ergebnis sei kein Maßstab – auch wenn Henning Recklinghausen zum Kreis der ganz Starken in der Verbandsliga zählt. Ein versöhnliches letztes Heimspiel wünscht sich Kai Henning. Eine lange und nervenaufreibende Saison geht langsam zu Ende – vielleicht mit einem Bonbon für die Fans. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Schmale – Scheuermann, Bardischewski, de Liello, Burzlaff, van der Hurk, Gurol, Scheerer, Bluhm, Plassmann, Lakic, Fischer

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