Fußball

Nach Kreuzbandriss zurück zu alter Stärke

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Redouane El Alami (rechts) erzielte gegen den BSV Menden den frühen Führungstreffer für die FSV. Sein zweiter Treffer hingegen fand wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung

Werdohl - Nach 83 Minuten war am Sonntag im MK-Duell der Fußball-Landesliga zwischen der FSV Werdohl und dem BSV Menden Schluss für Redouane El Alami. FSV-Trainer Manuel Sander holte den Mittelfeld-Strategen vom Platz, brachte mit Faruk Cakmak einen frischen Mann von der Bank. Die Auswechslung El Alamis, sie war als eine Art Belohnung des Trainers zu verstehen.

Die Partie war beim Stand von 3:0 längst entschieden, und El Alami hatte auf der „Doppel-Sechs“ an der Seite von Julian Kroll ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Vielleicht sogar sein bestes nach seiner Rückkehr von RW Lüdenscheid zum Riesei im vergangenen Sommer.

Vom Trainerstab und den Teamkollegen auf der Bank ließ sich El Alami mehrfach abklatschen, heimste auffällig viele Schulterklopfer und lobende Worte ein. Und das tat dem Lüdenscheider sichtlich gut. Bei der 0:2-Niederlage in Hüsten eine Woche zuvor nämlich hatte El Alami keinen guten Tag erwischt, den ersten Gegentreffer mit einem missratenen Klärungsversuch unfreiwillig eingeleitet. Gegen den BSV Menden war El Alami am Sonntag wieder am ersten Tor beteiligt, dem frühen Führungstor der FSV. Und das markierte der Rückkehrer höchst persönlich. Eine bessere Antwort, ein klareres Zeichen hätte er nicht geben können. „Wenn man eine Woche vorher kein gutes Spiel gemacht hat, desto besser ist es dann, wenn man direkt ein Tor macht. Und dann noch das wichtige 1:0. Das ist natürlich genial. Und an der Reaktion der Mannschaft hat man gesehen, dass wir alle da sind, ein Team sind“, sagte El Alami kurz nach Abpfiff, dick eingepackt in der Winterjacke.

Sein Führungstreffer, aber auch seine gute Leistung waren zudem Lohn für einen langen Weg, den der Lüdenscheider verletzungsbedingt gehen musste. Im Herbst 2016 hatte El Alami einen Riss des vorderen Kreuzbandes am Knie erlitten, fiel beim Bezirksligisten RW Lüdenscheid für den Rest der vergangenen Serie aus. Im Sommer 2017 kehrte er dann nach zwei Jahren am Nattenberg zurück zur FSV, kämpfte sich im Mannschaftstraining Woche für Woche ein Stück näher an die Startelf heran. Das Knie hielt, macht inzwischen keinerlei Probleme mehr. „Redouane zeigt, dass er auf dem richtigen Weg ist. Und er bekommt ja auch immer mehr Einsatzzeiten. Es war richtig, ihn nicht gleich zu verheizen“, meinte Manuel Sander.

Zufrieden war der FSV-Chefcoach am Sonntag freilich nicht nur mit El Alami, sondern bescheinigte der kompletten Mannschaft einen guten Auftritt. „Wir haben defensiv gut gearbeitet, die Räume zugemacht, und auch die Abstände haben gepasst“, betonte der 33-Jährige. Mit nun 29 Punkten rückte der Vizemeister auf Tabellenrang zwei vor, ist vor dem Hinrundenfinale erster Verfolger des RSV Meinerzhagen.

Apropos Hinrundenfinale: Auf Wunsch der FSV wurde das Gastspiel bei der Zweitvertretung des TuS Erndtebrück auf den kommenden Freitagabend vorgezogen. Anpfiff der Partie in der Pulverwaldkampfbahn ist um 19.30 Uhr. „Ein ganz schweres Auswärtsspiel“, betont Sander, dessen Elf mit einem „Dreier“ zumindest bis Sonntagnachmittag die Tabellenführung übernehmen könnte.

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