HSV Plettenberg/Werdohl trifft auf den SV Westerholt

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Pierre van der Hurk (Mitte) und die HSV Plettenberg/Werdohl gastieren am Samstag in Herten beim SV Westerholt – einer Mannschaft, die in weiten Teilen anders aufgestellt ist als in der Vorsaison.

Werdohl/Plettenberg - Rund 90 Kilometer sind es von Werdohl aus, gut 100 von Plettenberg bis nach Westerholt, wo die Verbandsliga-Handballer der HSV Plettenberg/Werdohl am Samstagabend ab 19 Uhr die Bekanntschaft mit dem SVW machen werden. Eine Strecke, die genügend Zeit bietet, sich mental auf einen Gegner einzustellen, der sein Gesicht im Vergleich zur Vorsaison komplett verändert hat.

Gleich acht Neuzugänge hat der ehemalige Werdohler Bezirksliga-Trainer Thomas Dralus zu integrieren. Keine leichte Aufgabe, sind die Ziele doch klar abgesteckt. Alles andere als der Aufstieg in die Oberliga dürfte für Westerholt nicht zählen. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, haben die Verantwortlichen des Klubs ein namhaftes Ensemble zusammengestellt. Trattner, Kersebaum, Otterbach, Maiß, Dralus und Co. müssen nur zwei Gegner fürchten: die ebenfalls aufgerüstete RSVE Siegen und sich selbst. Denn eine Anhäufung namhafter Spieler macht noch keine erfolgreiche Mannschaft aus.

Und genau dieser Aspekt hat dem favorisierten SV Westerholt am ersten Spieltag bei der Teutonia in Riemke das Genick gebrochen. „Diese Niederlage macht uns das Leben nicht gerade leichter“, sagt HSV-Trainer Serkan Kahraman, der fest davon ausgeht, dass Trattner und Co. bis in die Haarspitzen motiviert sein werden, den Sponsoren und ihrem Heimpublikum eine Machtdemonstration bieten wollen.

„Jeder von den Top-Spielern ist in der Lage, ein Spiel allein zu entscheiden“, weiß Kahraman. Dass das beim ersten Auftritt des Titel-Aspiranten schief lief, könnte man als Ausrutscher bezeichnen. „Wir sind trotzdem nicht chancenlos. Wenn wir unsere Fehlerquote drücken können, die Hundertprozentigen besser nutzen und unbekümmert zur Sache gehen, ist auch in Westerholt etwas möglich. Die Chancen sind aktuell definitiv größer als in der Rückrunde, wenn das Team eingespielt ist“.

Während Westerholt in Riemke patzte, feierte die HSV gegen eine starke HSG Vest Recklinghausen den ersten Punktgewinn der Saison. Und es war noch mehr drin. „Wir haben das Spiel analysiert und sind überzeugt, dass wir den Sieg durch unsere Fehler aus der Hand gegeben haben. Daran wollen wir arbeiten. Die Stimmung nach dem ersten Punkt ist innerhalb der Mannschaft locker und entspannt, jetzt wollen wir es noch einen Tick besser machen“, sagt Kahraman vor dem Duell gegen einen der Goliaths der Liga.

Von den Anlagen her sei der SV Westerholt mit der HSG Vest vergleichbar, die ebenfalls viele routinierte Handballer in ihren Reihen hat. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Fischer, Hurlbrink, Scheerer, Scheuermann, Lakic, van der Hurk, Bluhm, Alissa, de Liello, Lengelsen, Fenner, Bardischewski

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