Vertragsverlängerung bis 2017

Onur Bulut mit zehn Zweitliga-Einsätzen

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Beim 0:10 der FSV Werdohl gegen RW Erlinghausen war der aus Werdohl stammende Bochumer Profi Onur Bulut (Zweiter von links) unter den Zuschauern.

Werdohl/Bochum -  Ob daheim gegen den späteren Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln oder auswärts in den Hexenkesseln von Dresden oder St. Pauli – der Werdohler Onur Bulut hat in seinem ersten Jahr als Fußball-Profi beim Zweitligisten VfL Bochum schon emotionale Duelle miterlebt. Auf zehn Einsätze in der Liga blickt der 20-Jährige zurück – und hofft, dass in der neuen Spielzeit einige dazu kommen.

Vor allem zu Saisonbeginn spielte der heimische Nachwuchskicker im Ensemble von VfL-Trainer Peter Neururer eine ordentliche Rolle. Sein Debüt in der Lizenzspieler-Mannschaft gab Bulut mit seiner Einwechslung in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Bahlinger SC. Bochum siegte mit 3:1, der Werdohler kam in der 67. Minute für Yusuke Tasaka in die Begegnung.

Schon am zweiten Spieltag folgte im Bundesliga-Unterhaus mit dem Kurzeinsatz beim Heimauftritt gegen Dynamo Dresden seine Feuertaufe in der 2. Liga. „Da ich in der vergangenen Saison gar nicht gespielt und jetzt zehn Partien gemacht habe, war das Jahr für mich recht erfolgreich“, bilanziert Bulut.

Allerdings: Nach beachtlichen acht Begegnungen bis zur Winterpause kamen im Kalenderjahr 2014 nur noch zwei weitere hinzu. Zuletzt kam er beim 1:0-Saisonausklang gegen den Karlsruher SC eine Halbzeit lang zum Zuge. Vier weitere Spiele absolvierte er nach Weihnachten für die VfL-Reserve in der Regionalliga. „Ich hatte zu Beginn der Rückrunde ein kleines Formtief, aber danach konnte ich mich im Training auch wieder empfehlen“, hat Bulut selbst keine Eklärung dafür, wieso Neururer in der zweiten Saisonhälfte häufig anderen Akteuren das Vertrauen schenkte.

Seinen Vertrag in Bochum hat der Werdohler im Dezember bis 2017 verlängert. VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter hatte Bulut damals gelobt, ihn als eine der „positiven Überraschungen“ bezeichnet – in einer Zeit, in der das Bochumer Team insgesamt mit Abstiegskampf und Rang 15 unter den Erwartungen geblieben ist.

Ob Bulut nach der etwas schwächeren Rückrunde an einen Wechsel dachte, um anderswo mehr Einsatzminuten zu erhalten? „Das hätte man in Erwägung ziehen können“, gibt der Werdohler zu, fügt aber an: „Der Verein muss aus Geldmangel eigentlich auf junge Spieler setzen.“ Und darum spekuliert Bulut in der kommenden Saison auf mehr Spielminuten an der Castroper Straße als in den vergangenen Wochen.

Bei der FSV Werdohl ist der 20-Jährige immer noch gern Zaungast, wenn es seine Zeit erlaubt. Bei seinem jüngsten Besuch brachte er dem Landesligisten allerdings kein Glück: 0:10 unterlag die FSV vor Buluts Augen gegen RW Erlinghausen. - von Christian Müller

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