Gebrauchter Tag für FSV Werdohl in Niederschelden

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Werdohls Murat Kaya (rechts) zog sich beim 1:1 in Niederschelden eine Innenbandverletzung zu.

Werdohl - Für die Party waren andere zuständig: Nicht die Begegnung der Fußball-Landesliga zwischen dem bereits abgestiegenen SuS Niederschelden und der FSV Werdohl (1:1) sorgte am Sonntag für gute Stimmung auf dem Sportplatz am Rosengarten. Stattdessen war die Aufstiegssause der dritten SuS-Mannschaft nach geschaffter D-Liga-Meisterschaft eine von mehreren Kuriositäten an diesem Nachmittag.

Sportlich ging es bei dem Kräftemessen im Siegener Ortsteil um nicht mehr allzu viel: Die Niederscheldener wissen schon seit Wochen, dass sie in der kommenden Saison in der Bezirksliga antreten müssen. Die FSV hingegen hat weder mit dem Auf- und noch mit dem Abstiegskampf etwas zu tun.

Und so war der über weite Strecken schwache Auftritt der Gäste nicht nur den vielen personellen Veränderungen zugunsten der Reserve geschuldet, sondern, wie Trainer Carsten Minker einräumte, vor allem „der Einstellung der Jungs“.

Im Nachhinein machte sich Unzufriedenheit breit. „Aber wenn man es über 90 Minuten im Schongang probiert, darf man sich nicht beschweren“, so die Kritik des Coaches. Angesichts der tabellarischen Konstellation habe er die Begegnung im Siegerland inzwischen aber schon abgehakt.

Der Absteiger hingegen spielte munter auf, hatte eine Vielzahl von Chancen und hätte den Tabellensechsten durchaus bezwingen können. „Die Jungs haben gekämpft, der Punkt war hochverdient“, bilanzierte SuS-Trainer Jens Schmidt. Und auch Minker zollte dem Schlusslicht Respekt: „Man muss den Hut davor ziehen, dass sie sich so reingehauen haben.“

Am Ende bekam die FSV durch einen Foulelfmeter den Sieg doch noch auf dem Silbertablett serviert. Bezeichnenderweise scheiterte Manuel Sander aber am Keeper der Gastgeber. „Das passte ins Bild“, gestand Minker ein, der zu allem Überfluss auch noch zwei Verletzte zu beklagen hat. Bei Bartos Mura besteht Verdacht auf einen Muskelfaserriss im Oberschenkel, bei Murat Kaya auf eine Blessur am Innenband.

Als im Laufe der zweiten 45 Minuten die D-Liga-Mannschaft des SuS mit geschwenkten Fahnen, Böllerschüssen und Musik ihre Aufstiegssause am Rosengarten beging, war das Geschehen auf dem Kunstgrün endgültig sekundär. „Bezeichnend, dass dieses Landesliga-Spiel keinen mehr interessiert hat“, so Minker.

Wenn nicht auf dem Platz, machten die Werdohler wenigstens am Verhandlungstisch weitere Fortschritte. Mit Redouane El Alami hat ein zusätzlicher Akteur seine Zusage gegeben, auch in der kommenden Spielzeit am Riesei aufzulaufen. Nun stehen nur noch die Verlängerungen mit Dominik Franz und Murat Kaya aus. - Von Christian Müller

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