Fußball

FSV Werdohl: In dieser Liga soll es weitergehen

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Erkut Orhan hat signalisiert, bleiben zu wollen. Bei der FSV Werdohl hofft man, dass auch in der neuen Saison um Landesliga-Punkte gespielt werden kann.

Werdohl - Warum laufen dem Fußball-Landesligisten FSV Werdohl nach und nach die Spieler davon? Wieso lag die Kaderplanung am Riesei über den Winter hinaus so lange auf Eis? Geht die FSV in der neuen Saison in der Landesliga an den Start? Und wie geht es auf Vorstandsebene weiter am Riesei?

Antworten auf diese Fragen lieferten am Freitag Vorstandsmitglied Rüdiger Backes, der stellvertretende Jugendleiter Ahmed Halilcavusogullari sowie Carsten Minker, der bei der FSV zu einem Trio zählt, das kommissarisch die sportliche Leitung inne hat. 

„Es gibt nichts zu beschönigen. Wir befinden uns in einer schwierigen Situation“, sagte Rüdiger Backes, der mit einer überschaubaren Zahl an Mitstreitern seit Wochen versucht, nach und nach offene Baustellen zu schließen und einräumte, dass auf Führungsebene in der Vergangenheit „der eine oder andere Fehler gemacht“ worden sei. Aber der Reihe nach. 

In weniger als neun Monaten nach der Verselbstständigung der FSV Werdohl im Mai 2019 war aus dem ehemaligen Quartett an der Spitze des Vereins zunächst ein Duo geworden, weil zwei gewählte Vorstandsmitglieder von ihren Ämtern zurücktraten (wir berichteten). Den vakanten Posten des Geschäftsführers bis zur nächsten Wahl kommissarisch neu zu besetzen, gelang dem verbliebenen Führungsduo Rüdiger Backes und Thomas Kauth (Vorstand Finanzen) bis heute nicht. 

„Außerdem“, so Backes, „ist die Übergabe der Geschäfte leider sehr spät erfolgt. Das hat unsere Arbeit zusätzlich erschwert.“ Weil Thomas Kauth sein Amt aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen nur noch bis zur nächsten Jahreshauptversammlungen ausüben werde, herrsche auf Vorstandsebene weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Backes: „Wir brauchen jetzt unbedingt Manpower.“ 

In Zukunft soll es an der Spitze der FSV Werdohl weiterhin ein Vierer-Gremium geben, in dem die Aufgaben gleichmäßiger als bisher verteilt werden sollen. „Dann sind alle Vier für Alles zuständig. Es muss wieder mehr Gemeinsamkeit her“, erläuterte Backes, der auch auf die finanzielle Situation der FSV einging. „Stand heute ist der Verein schuldenfrei. Wir werden aber den Gürtel enger schnallen müssen. In allen Bereichen muss jetzt eingespart werden. Wir haben vor allem aufgrund von Corona Einbußen zu erleiden. Das zur Verfügung stehende Budget ist im Vergleich zu den letzten Jahren kleiner geworden. Der Vereinsetat steht jetzt zu zwei Dritteln, das andere Drittel ist aber abhängig von der neuen Beitragsordnung, die es geben soll“, so Backes. 

Weil bei der FSV lange nicht klar gewesen sei, welcher Etat für den Landesliga-Kader für die Saison 20/21 zur Verfügung stehen würde, sei es bei allem Wissen um die Dringlichkeit extrem schwierig gewesen, die Planungen voranzutreiben. „Jeder, der in den letzten zehn Jahren hier gespielt hat, hat am Ende auch das bekommen, was zugesagt worden war. Von diesem Weg werden wir auch nicht abweichen. Wir werden bei der FSV keine Versprechungen an Spieler machen, die wir nicht halten können“, sagte Carsten Minker, „wir mussten erst wissen, was wir ausgeben können. Das hat leider lange gedauert und macht die Aufgabe jetzt natürlich sehr schwer.“ 

Obwohl die Zahl der Abgänge hoch und die Trainerfrage noch nicht geklärt ist, werfen die FSV-Verantwortlichen die Flinte nicht ins Korn. „Einige Spieler haben unser Angebot nicht angenommen und sich für einen Wechsel entschieden. Es gibt aber auch Jungs, die gerne hierbleiben möchten. Wir versuchen alles, um in der neuen Saison eine Mannschaft an den Start zu bringen. Und ja: Geplant ist, dass wir hier nächste Saison weiter Landesliga-Fußball anbieten wollen. Wir sind auf der Suche nach Spielern, die Lust haben, Landesliga zu kicken. Und nach einem Trainer, der ein gutes Netzwerk hat“, versicherte Minker. Mit einem Plan B werde sich daher auch noch nicht beschäftigt.

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