Nächstes Nachbarduell der Werdohler gegen Dröschede

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FSV-Angreifer Gian-Marco De Luca (links, im Zweikampf mit Mendens Nouridine Bah) zeigte gegen den BSV einmal mehr eine engagierte Leistung und belohnte sich mit dem Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung.

Werdohl - Das Wort „Antwort“ war bei Carsten Minker nach dem 2:1-Erfolg der FSV Werdohl beim BSV Menden besonders beliebt. Denn die Leistung des heimischen Fußball-Landesligisten schätzte der Trainer als eine Antwort auf die 0:10-Niederlage in der Vorwoche gegen Erlinghausen ein.

Und so beobachtete Minker bei seinen Schützlingen nach dem Schlusspfiff im Huckenohl-Stadion eine gewisse Erleichterung. „Die Jungs haben sich nach Erlinghausen auch Gedanken gemacht“, berichtet der Coach über eine durchaus angeschlagene Psyche nach der fußballerischen Abreibung der Vorwoche.

Dass die nicht folgenlos war, war den Werdohlern in der Anfangsphase in Menden durchaus anzumerken. „Man hat gesehen, dass etwas Selbstvertrauen gefehlt hat – gerade in der Anfangsphase, als teilweise gebolzt wurde “, gestand Minker ein, dass sein Team zunächst um Struktur rang.

Und um eben die zu finden, hatte der FSV-Trainer seinen Mannen eine defensive Grundordnung verschrieben. „Wir haben extra tief gestanden, damit wir eben nicht mehr diese Räume zulassen wie gegen Erlinghausen“, schildert Minker seine Überlegungen. Das führte dazu, dass die Hausherren zumindest in der ersten Halbzeit nur wenig Abschlüsse hatten und auch Torjäger Ayoub Alaiz selten in gefährliche Situationen brachten. „Fußballerisch ist er unglaublich gut, aber von der Körpersprache her wirkte er etwas lustlos“, so Minker.

In der Halbzeitpause wechselte Werdohl, brachte Dominik Franz im rechten Mittelfeld für Emre Aydin, der weitgehend blass blieb. „Emre hatte eine hohe Fehlpassquote, hat einige Situationen falsch eingeschätzt. Er war einfach nicht gut im Spiel“, begründete der Coach den Tausch, der sich auszahlte: Der 2:1-Siegtreffer durch Dominik Krämer entsprang einer präzisen Flanke von Franz.

Die Mendener erhöhten im Verlauf des zweiten Durchgangs den Druck, weshalb Minker den Werdohler Sieg letztlich als „etwas glücklich“ einschätzte. „Aber die Jungs haben gebissen und sind am Ende auch kaputt gewesen“, betont Minker, dass der dreifache Punktgewinn trotz einiger spielerischer Mängel nicht ganz unverdient war.

Das erste Nachbarschaftsduell hat die FSV also für sich entschieden, das nächste folgt am kommenden Sonntag bei Borussia Dröschede. Die Borussen sind durch den 3:0-Erfolg gegen Erlinghausen wieder auf Rang drei geklettert. Von eben diesem verdrängten die Werdohler den BSV, sprangen dadurch selbst zurück auf Rang sechs. „Die Partie in Dröschede wird fußballerisch noch einmal deutlich besser werden“, so Minkers Prognose für sein dann letztes Auswärtsspiel als FSV-Trainer.

Christian Müller

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