FSV Werdohl wahrt durch Sieg in Ottfingen Distanz nach unten

FSV Werdohl wahrt durch Sieg in Ottfingen Distanz nach unten

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Werdohl - Keine halbe Stunde war gespielt, als die Kommandos von Carsten Minker allmählich etwas unentspannter klangen. Dem Trainer der FSV Werdohl war nicht entgangen, dass der Fußball-Landesligist auch im Auswärtsspiel beim SV Ottfingen große Probleme hatte, sein Offensivpotenzial auf den Kunstrasen zu bringen.

Von Christian Müller

„Wir haben eine Fehlpassquote, die driftet in den peinlichen Bereich ab“, rief der 39-Jährige nach 27 Minuten seinen Mannen zu, nachdem wieder einmal ein Zuspiel im Aufbau nicht den gewünschten Abnehmer gefunden hatte.

Ähnlich wie in den Vorwochen, trafen die Werdohler auch in Ottfingen oftmals die falsche Entscheidung. Beispielhaft ist eine Szene aus der 34. Minute, als Damiano Intravaia bei einem Konter durchs Zentrum ging und übers Tor schoss, anstatt Manuel Sander mit einzubinden, der auf der rechten Seite jede Menge Freiraum hatte. „Das lässt sich definitiv trainieren“, ist Minker überzeugt, dass nicht allein Talent und Übersicht über den erfolgreichen Abschluss solcher Überzahlsituationen entscheiden.

Glück hatte die FSV allerdings, dass auch der Tabellenvorletzte vor dem Tor nicht allzu effektiv war. „Der SVO hätte wenigstens einen Treffer verdient gehabt“, wusste Minker, dass seine Elf sich über einen Rückstand zur Pause nicht hätte beschweren dürfen.

Mit dem letztlich deutlichen 3:0-Sieg, der seinen Ursprung in einem direkt verwandelten Freistoß von Murat Kaya nahm, dürfte endgültig klar sein, dass die Werdohler mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun bekommen – auch wenn der Klassenerhalt sechs Spieltage vor Saisonende bei 13 Punkten Vorsprung auf den SC Neheim auf Rang 14 mathematisch noch nicht gesichert ist. Allerdings ist auch der Weg in Richtung Aufstiegsränge, die von den FSV-Verantwortlichen offiziell ja ohnehin nie ansiviert worden waren, verbaut.

Kurios: Auch für sämtliche Gegner, die noch auf die Riesei-Kicker warten, geht tabellarisch nach unten wie nach oben nichts mehr. „Der Reiz liegt darin, noch so viele Partien wie möglich zu gewinnen“, stellt Minker klar, dass die Werdohler trotzdem nichts abschenken wollen, denn: „Für mich ist es ein Unterschied ob man als Vierter oder als Neunter abschließt. Und ich kann nur hoffen, dass die Jungs das genauso sehen.“

Für die verbleibenden sechs Duelle, in denen unter anderem die Nachbarschaftsfahrten zum BSV Menden und zu Borussia Dröschede anstehen, heißt das aus Sicht des FSV-Coaches: „Es wird sich immer der durchsetzen, der die bessere Einstellung mitbringt."

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