FSV Werdohl verliert in Hünsborn

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Falk Fischer und die FSV kassierten die zweite Pleite in Folge.

WENDEN -  Fußball-Landesligist FSV Werdohl kassierte am Sonntagnachmittag mit dem 1:3 (0:2) beim bisherigen Tabellennachbarn Rot-Weiß Hünsborn die zweite Niederlage in Folge. Dabei verloren die Gäste die Partie in den ersten 45 Minuten.

FSV-Trainer Carsten Minker musste seine Startelf krankheitsbedingt verändern. Doch anstatt sein Team nur punktuell umzubauen, krempelte er es kräftig um. Er brachte drei neue Spieler, modellierte eine neue Vierer-Abwehrkette und ließ ein neues taktisches System spielen. Es war der falsche Bauplan. Die große Korrektur erfolgte in der Pause, als Minker nicht nur vom 4-1-4-1 auf 4-4-2 umstellte, sondern vor allem innerhalb des Teams reichlich rotieren ließ.

Die erste Halbzeit gehörte ganz klar der Mannschaft von Trainer Andreas Waffenschmidt, die bis dato (17 Treffer) den schwächsten Sturm der Liga aufwies. Acht Minuten waren auf dem Sportplatz „Am Löffelberg“ gespielt, da klingelte es bereits zum ersten Mal – unter gütiger Mithilfe der indisponierten Werdohler Innenverteidigung. Bierkoch gelang es nicht, Uebach an der Flanke zu hindern, und Zejnullahu legte den Ball vor Hartfelds Füße, statt ihn zu klären. Der RW-Mittelfeldspieler sah Schlemper am zweiten Pfosten, und es hieß 0:1 (8.).

Zwölf Minuten später wäre beinahe der zweite Streich gefolgt, als Hatzfelds Freistoßflanke von der rechten Eckfahne unbehelligt durch den Fünfer rauschte. Sander rettete jedoch am zweiten Pfosten auf der Linie. So mussten sich die RW-Fans bis zur 35. Minute gedulden, um den zweiten Treffer zu bejubeln. Dann ging es zu schnell für die neuformierte FSV-Innenverteidigung. Schlemper spielte den Ball in Bierkochs Rücken, und Hatzfeld traf aus 20 Metern via linken Innenpfosten. Zwei Minuten später setzte Hatzfeld den Ball aus 20 Metern auf die Latte, ehe Langenberg Strunks Schuss (44.) zur Ecke lenkte. Hünsborns 2:0-Führung war zur Pause hochverdient.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild durch die Umstellungen im Werdohler Spiel aber grundlegend. Plötzlich kontrollierte der Gast das Geschehen. Bei Tuz Aufsetzer (52.) reagierte Keeper Weber klasse, drei Minuten war er gegen Tuz’ Abstauber dann chancenlos. Es schien noch was zu gehen, bis Fischer mit seinem Stockfehler (84.) die einzige RW-Chance nach der Pause einleitete, die Braas zum 3:1 nutzte. Maus jagte danach den Ball gegenüber aus 30 Metern nur an den Pfosten (88.).

RW: Weber – Alfes, Salzmann, Strunk, Gashi – Jung (90.+3 Kadimsky), Hatzfeld, Schlemper (90. Schuchert), Blecker – Braas, Uebach (76. Kucam)

FSV: Grete – Sander, Zejnullahu (46. Tuz), Bierkoch, Langenberg – Klamann – Franz, Krämer (76. Schröder), El Alami (62. Benli), Maus – Fischer

Schiedsrichter: Beuers (ETuS Bismarck Gelsenkirchen)

Tore: 1:0 (8.) Schlemper, 2:0 (35.) Hatzfeld, 2:1 (55.) Tuz, 3:1 (84.) Braas

Von Stefan Herholz

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