HSV Werdohl/Versetal kommt dem Ziel ein Stück näher

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Die Stimmung ist zurück am Riesei. Hier bejubeln die Fans und Spieler die erfolgreiche Aufholjagd nach dem verpatzten Start in die Partie gegen den TuS Hattingen.

WERDOHL - Die Niederlagen der Konkurrenz und die eigene Stärke gegen Hattingen machen es möglich: Die HSV Werdohl/Versetal ist in der Handball-Verbandsliga wieder im Geschäft.

Friesen Telgte verliert knapp gegen PSV Recklinghausen (27:28), Höchsten unterliegt ebenfalls nur mit einem Treffer beim RSV in Eiserfeld (25:26) und der ASV Hamm II bezieht gegen Oberaden eine 25:29-Niederlage – während die HSV Werdohl/Versetal in der Handball-Verbandsliga ihre Heimstärke zurückgewonnen hat und gegen den TuS Hattingen ihren zweiten Heimsieg in Folge feiert.

Ganz wichtige Punkte, die dem Konto ebenso gut tun wie der Moral. Und auf die Moral kommt es im Abstiegskampf bekanntlich an. Es trifft nicht zwangsläufig das schlechteste Team, nervenschwache Mannschaften haben mit dem Druck zu kämpfen. Aktuell scheint die Henning-Sieben mit dieser Belastung gut umgehen zu können, hat sich gegen Hattingen jedenfalls von ihrer besten Seite gezeigt und im Klassement zum Tabellenelften ASV Hamm II aufgeschlossen.

Beeindruckend schien der Umstand, wie gelassen die HSV als Kollektiv, aber auch einzelne Spieler, mit Rückschlägen umgingen. Der vermasselte Auftakt (4:9) ließ die HSV relativ kalt. Obwohl es gegen einen klar favorisierten Kontrahenten ging, war genügend Selbstbewusstsein und spielerische Klasse vorhanden, um den TuS noch vor der Pause wieder einzuholen.

Oliver de Liello könnte man zudem als individuelles Paradebeispiel heranziehen, um die Qualitäten der HSV herauszustellen. Auch er hatte anfangs mit akuten Ladehemmungen zu kämpfen, fand überhaupt nicht ins Spiel. Und später kam er zurück als wäre nichts passiert, nahm die Fäden in die Hand und traute sich alles zu.

Ein wichtiger Faktor waren die Zuschauer. Dank der „Pay what you want“-Aktion und der wieder ansteigenden Formkurve spielte die HSV vor einer schönen Kulisse, die das eine oder andere Prozent Zusatzenergie freigesetzt haben mag.

Alles zusammen reichte aus, dem Licht am Ende des Tunnels, wo der Klassenerhalt wartet, ein großes Stück näher zu kommen.

„Geburtstagskind“ Kai Henning war im Anschluss an den geglückten Endspurt zum verdienten 35:30-Endstand die Freude ins Gesicht geschrieben. Freude über den Erfolg, über die Leistung des Kollektivs, aber auch hinsichtlich mancher Einzelspieler.

Das Experiment, Jens Plassmann einzusetzen, sei eine 50:50-Aktion gewesen, gab Henning im Nachgang zu. Aber Hennings Mut wurde belohnt, im gleichen Maße wie Plassmanns Trainingsfleiß und Engagement. Ein Gewinn für das Team.

Nicht ausgeschlossen, dass Plassmann auch am kommenden Spieltag mit der Ersten die Reise nach Hamm antritt, wenn Werdohl zu Gast beim Tabellenführer HSE ist. - Von Markus Jentzsch

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