FSV Werdohl sammelt in Wenden Selbstvertrauen

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Murat Kaya (links) arbeitete in der Zentrale gewohnt emsig und dürfte wohl in die FSV-Stammelf gehören.

Werdohl - Mit einem kleinen, aber nicht zu übersehenden Lächeln auf den Lippen machte sich Marco Sadowski, Trainer von Fußball-Landesligist FSV Werdohl, nach dem 4:1-Testspielsieg bei den VSV Wenden auf den Weg in den Kabinentrakt. Mit 4:1 hatte das Team des neuen FSV-Cheftrainers den Bezirksligisten auf dessen Kunstgrün in die Knie gezwungen und den ersten Sieg der Saisonvorbereitung eingefahren.

Mehr noch: Die Vorstellung der FSV im zweiten Durchgang war vollauf überzeugend und zwei Wochen vor dem Meisterschaftsauftakt ein großer Schritt in die richtige Richtung.

„Ich war mit unserem Auftritt nach der Pause sehr zufrieden, weil ich genau das gesehen habe, was ich mir vorstelle. Wir haben mit unserem Kurzpassspiel schnell den Weg in die Spitze gefunden, sind enorm viel gelaufen und sehr engagiert aufgetreten. Darauf lässt sich aufbauen“, betonte Sadowski. Der Übungsleiter aus Lüdenscheid, der auf dem Sportplatz Schönau seine Elf über 90 Minuten an der Seitenlinie antrieb und immer wieder lautstarke Anweisungen gab, machte im Rückblick aber auch keinen Hehl daraus, dass dieser erste Erfolg unter seiner Regie für das Selbstvertrauen aller Beteiligten sehr wichtig gewesen sei. „Der Mannschaft tut dieser Sieg sehr gut, aber auch meinem Co-Trainer Bülent Albayrak und mir. Es entwickelt sich allmählich alles in die richtige Richtung, es gab am Sonntag deutlich mehr Licht als Schatten“, so Sadowski.

Schatten gab es primär in den ersten 20 Minuten, als die Werdohler überhaupt nicht ins Spiel fanden und Probleme im Spielaufbau offenbarten. Der Führungstreffer durch Neuke (27.), der sich ebenso wie die starken Kessler, Sander oder Zekovic für die Stammelf aufdrängte, wirkte wie ein echter Brustlöser. Fortan beherrschte der Landesligist nämlich die Szenerie und ließ den Klassenunterschied erkennen.

Lob fand Sadowski auch für seinen Torhüter Markus Grete, der einen souveränen Eindruck hinterließ. Festgelegt auf eine Nummer 1 im Kasten hat sich der FSV-Trainer allerdings noch nicht. Im Testspiel am Mittwoch beim Westfalenligisten FC Iserlohn wird Simon Felbick zwischen den Pfosten stehen.

Fehlen wird am Hemberg wie schon in Wenden Defensivspezialist Robert Bierkoch, der sich am Samstag außersportlich das Knie verdreht hat und mindestens zwei Wochen ausfallen wird. „Ich hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist“, so Sadowski. - Von Lars Schäfer

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