Fußball-Landesliga

Klare Rollenverteilung vor dem Kreisderby

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Die FSV ist gegen Rot-Weiß Lüdenscheid am Sonntag klarer Außenseiter.

Die 1:6-Heimniederlage gegen den FC Arpe-Wormbach, sie war für die FSV Werdohl der Tiefpunkt in dieser noch recht jungen Landesliga-Saison. Eine Woche nach dem desolaten Auftritt genießt das punktlose Schlusslicht erneut Heimrecht – und möchte am Sonntag (15 Uhr, Riesei) gegen den Kreisrivalen Rot-Weiß Lüdenscheid ein ganz anderes Gesicht präsentieren.

Werdohl -  „Wir wollen und müssen es besser machen als zuletzt. Vom Leistungswillen war das gegen Arpe gar nichts. Das war eine Frechheit“, nimmt FSV-Trainer Manuel Sander kein Blatt vor den Mund und erwartet von seinem Team nun eine deutliche Leistungssteigerung in jeder Hinsicht und in allen Mannschaftsteilen. „Den Zuschauern sind wir das auch ein Stück weit schuldig. Es geht jetzt um Wiedergutmachung. Es kann nicht sein, dass wir rumlaufen wie Falschgeld“, schiebt Sander nach.

Dass die FSV trotz Heimvorteils gegen den Aufsteiger aus Lüdenscheid Außenseiter ist, dass versteht sich für Sander von selbst. „Rot-Weiß hat eine gute Truppe. Das sind gute Jungs dabei, sie haben sich auch gut verstärkt. Sie werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, zollt „Manni“ den Rot-Weißen Respekt.

Im August standen sich FSV und RWL bereits in einem Pflichtspiel gegenüber, im Kreispokalwettbewerb der vergangenen Saison setzte es am Nattenberg eine 1:7-Niederlage für die Lennetaler. Am Sonntag werden in der Meisterschaft die Karten neu gemischt. Sander erwartet von seinem Team, dass es im Derby kämpferisch alles in die Waagschale wirft und an die Leistungen, die aus seiner Sicht in Wenden, gegen Bad Berleburg oder auch in der ersten Halbzeit in Olpe „akzeptabel“ gewesen waren, anknüpfen kann. Verzichten muss Sander auf die verletzten Akteure Dlugolentzi, Belkaious und Gündogdu, zudem ist Karadag noch gesperrt.

„Natürlich sind wir der Favorit. Diese Rolle nehmen wir auch an. Und wir wollen auch unbedingt diese drei Punkte holen“, sagt derweil RWL-Coach Bayram Celik vor der Reise zum Nachbarn, „aber wir werden die Werdohler nicht auf die leichte Schulter nehmen – für uns geht es vom Treffpunkt an darum, besonders fokussiert in dieses Spiel zu gehen. Wir wollen von der ersten Minute an versuchen, hochkonzentriert unser Spiel zu spielen.“ Die FSV habe schwere Monate hinter sich, sagt Celik: „Man muss Respekt davor haben, dass sie nun diese Mannschaft hinbekommen haben. Aber so eine Mannschaft braucht natürlich jetzt Zeit. Die FSV hat einige Spieler, die gute Zocker sind. Wir müssen da vorsichtig sein.“

Für die Rot-Weißen geht es nach der Niederlage in Bad Berleburg (Celik: „Das war kollektiv schwach von uns...“) und dem 1:1 gegen Olpe (Celik: „Der Punktgewinn war top gegen einen wirklich guten Gegner...“) darum, in die Erfolgsspur der drei Auftaktsiege zurückzukehren. Dabei kann auch Kerim Yilmaz wieder helfen, der zuletzt gegen Olpe verhindert gewesen war. Kerim Yilmaz dürfte wieder auf die rechte Außenbahn der Viererkette rücken, damit wäre Ömer Yilmaz wieder für einen offensiveren Part frei. Da auch Marcel Schoenrath in den Kader zurückkehrt, hat Celik quasi die Qual der Wahl.

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