FSV Werdohl trifft auf den SV Ottfingen

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Nur der Einsatz von Redouane El Alami ist für das Heimspiel am Sonntag gegen den SV Ottfingen gefährdet. Der Mittelfeldspieler verließ am Donnerstag in Rothemühle nach einer Stunde das Spielfeld mit Beschwerden im Sprunggelenk.

WERDOHL - Der 2:0-Sieg in Rothemühle ließ die Riesei-Kicker auf Tabellenplatz sechs klettern, der Rückstand zum Primus Erndtebrück II ist auf drei Zähler geschmolzen. Dennoch ist die Blickrichtung von Trainer Carsten Minker vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den Neuling SV Ottfingen (Anstoß 16 Uhr) eine andere.

„Ein Heimsieg, das sollte das Ziel sein. Denn es ist eine Riesenchance für uns. Mit einem Sieg hätten wir nach dem neunten Spieltag bereits acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang“, macht der 39-jährige Übungsleiter deutlich, dass es für seine Mannschaft in dieser Spielzeit nach wie vor in erster Linie um den Klassenerhalt geht. „Allerdings muss den Jungs bewusst sein, dass wir von Anfang an gedanklich auf dem Platz sein müssen“, fordert Minker eine ganz andere Vorstellung als in den ersten 45 Minuten in Rothemühle.

Dass sich seine Jungs am Donnerstag auf dem neuen Kunstrasen, der keineswegs optimal gewesen ist, kaum warmmachen konnten und ein Teil der Fehlerquote eventuell darauf zurückzuführen war, hat Minker zwar zur Kenntnis genommen. Auf eigenem Platz am Sonntag könne das aber kein Argument sein – und für die geringe Laufbereitschaft schon gar nicht.

Ein Wechsel sowohl der Anfangsformation als auch der taktischen Ausrichtung scheint naheliegend. Robert Bierkoch und Damiano Intravaia waren in Rothemühle nach ihrer Einwechselung nicht nur aufgrund ihrer beiden Treffer ein belebendes Element. Zudem fühlte sich Falk Fischer in der letzten halben Stunde auf der linken Außenbahn wohler als zuvor als zweite Spitze neben Gian-Marco De Luca. „Er hatte links mehr Aktionen als in der gesamten Stunde zuvor“, stellt Minker fest, der im Spiel gegen den SV Ottfingen personell wohl aus dem Vollen schöpfen kann.

Fraglich ist nur der Einsatz von Mittelfeldspieler Redouane El Alami, der in Rothemühle mit Sprunggelenksproblemen den Platz verlassen hatte. Zur Verfügung steht dagegen erstmals wieder Semir Tuz, dessen Rotsperre aus der Partie gegen SSV Meschede abgelaufen ist. „Er soll zunächst in der zweiten Mannschaft spielen, dann aber mit zur Ersten kommen“, kündigt Minker an. Gleiches gilt für Keeper Simon Felbick, nachdem am Donnerstag in Rothemühle noh A-Jugend-Torwart Patrick Kellner als „Backup“ auf der Bank gesessen hatte.

Den Aufsteiger aus Ottfingen kennen die Werdohler übrigens bereits aus eigener Erfahrung. In der Vorbereitung gastierte die FSV zum Test am Siepen und unterlag seinerzeit mit 1:3 Treffern. In der Meisterschaft läuft es beim SVO dagegen noch nicht rund. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen findet sich die Mannschaft von Trainer Holger Burgmann derzeit mit acht Punkten direkt vor den Abstiegsrängen wieder. „Im Testspiel haben wir aber gesehen, dass sie ihre Qualitäten haben“, sagt Minker. Wenn es seiner Mannschaft allerdings gelinge, die zwei, drei Schaltzentralen aus dem Spiel zu nehmen, dann sollte einem weiteren Dreier nichts im Wege stehen. - Von Stefan Herholz

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