FSV Werdohl will sich vor allem der Defensive widmen

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Als Neuzugänge begrüßte Carsten Miker (hinten rechts) bei der FSV Werdohl (hinten von links): Matthes Schröder (eigene Reserve), Semir Tuz (RW Lüdenscheid), Simon Felbick (SW Breckerfeld), Florent Zejnullahu (VfB Altena), Robert Bierkoch (RW Lüdenscheid), (vorne von links), Gian-Marco De Luca (TuS Langenholthausen), Dustin Langenberg (TuS Plettenberg), Andreas Ketzenberg (eigene Reserve) und Rinor Ademi (eigene A-Jugend).

WERDOHL - Der Fußball-Landesligist FSV Werdohl startete am Dienstag in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Eine Zielsetzung für die neue Saison? Nein, die vermag Carsten Minker beim Trainingsauftakt noch nicht zu formulieren. „In drei Wochen vielleicht“, sagt der Landesligatrainer. Bis dahin,

so hofft er, hat er seine elf Neuzugänge näher kennengelernt und weiß, das vorhandene Potenzial richtig einzuschätzen, um auf dieser Basis dann eine Saisonprognose zu wagen.

Was der Übungsleiter des heimischen Fußball-Landesligisten allerdings jetzt schon sagen kann, ist, wie er sich die Spielweise seiner Akteure wünscht – mannschaftsdienlicher, mit größerer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und taktisch disziplinierter. Das, was er im ersten Halbjahr unter seiner Regie am Riesei gesehen hat, hat ihm bei weitem nicht immer gefallen. Allerdings sei es durch den langen Winter und die zahlreichen englischen Wochen bisher auch sehr schwierig gewesen, im Training an den Schwachpunkten zu arbeiten. Das soll jetzt anders werden.

Taktisch hat sich Carsten Minker nach den Erfahrungen der Rückrunde bereits auf ein Lieblingssystem festgelegt. „In den letzten Spielen der vergangenen Saison hat man gesehen, dass uns die 4-2-3-1-Variante besser liegt. Da lassen wir defensiv auch weniger zu“, sagt Minker, „im 4-4-2 kam es häufiger vor, dass die beiden Stürmer vorne meinten, dass sie mit der Defensive nichts zu tun haben.“ Dabei möchte Minker gerade ein Hauptaugenmerk auf die Stärkung der Defensive legen. „Wir wissen ja nicht, was uns in der neuen Saison erwartet, und wie die junge Mannschaft reagiert, wenn sie mal in Rückstand gerät. Das Durchschnittsalter liegt bei nur 23 Jahren. Ohne Simon Felbick wären wir sogar bei 22 Jahren“, sagt Minker.

Besser wäre es da natürlich, Rückstände und damit das Hinterherlaufen zu vermeiden. In der vergangenen Saison kassierte die FSV 48 Gegentreffer. Ein Wert, der weit über dem der Topteams lag und der dem bekennenden Schalke-Fan nicht schmeckte. Das heißt aber keineswegs, dass Minker in der Huub Stevens-Manier Beton anrühren möchte. „Den Schwerpunkt sehe ich darin, nach einem Ballverlust in der gegnerischen Hälfte direkt ins Gegenpressing zu kommen“, erklärt der Coach. Eine Marschroute, die sowohl im 4-4-2 als auch im 4-2-3-1, laufintensiv ist, wenn man es richtig betreiben möchte. Entsprechend wichtig ist die körperliche Fitness. Eine erste Standortbestimmung am Dienstag ergab: „Alles soweit im Rahmen, auch wenn natürlich Unterschiede zu sehen waren“, meint Minker, der seinen Jungs bis zum Saisonstart 19 Trainingseinheiten und sieben Spiele in den Plan geschrieben hat.

Los geht’s am Sonntag, 14. Juli, um 15 Uhr mit dem Testspiel beim Bezirksligisten SV Schmallenberg. Am Wochenende darauf folgt samstags um 15 Uhr ein Gastspiel beim neuen Ligakonkurrenten SV Ottfingen und am Sonntag dann das erste Heimspiel (15 Uhr) gegen den Bezirksligisten FC Arpe/Wormbach. Am Samstag, 27. Juli, kommt um 15 Uhr der Kiersper SC zum Riesei, ehe es mit einem Heimspiel gegen RW Lüdenscheid (Dienstag, 30. Juli, 19.30 Uhr) und dann am Samstag, 4. August, mit dem Gastspiel beim FC Iserlohn weitergeht. Die Generalprobe vor dem Meisterschaftsstart bildet das Landespokalspiel gegen den Westfalenligisten TSV Marl-Hüls (wir berichteten). „Dass wir ein Heimspiel haben ist eine tolle Sache, auch der Zeitpunkt und die Ligenzugehörigkeit des Gegners passen perfekt“, freut sich Minker darüber, noch ein passendes „Testspiel unter Wettkampfbedingungen“ aus dem Lostopf gefischt zu haben.

von Stefan Herholz

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