FSV Werdohl trifft spät zum 2:1-Erfolg gegen Neheim

WERDOHL - Schön anzuschauen war das Duell in der Fußball-Landesliga zwischen der FSV Werdohl und dem SC Neheim am Sonntagnachmittag über weite Strecken nicht. Dennoch trugen die Gastgeber am Ende einen etwas glücklichen 2:1 (1:1)-Erfolg davon und bejubelten damit den zweiten Sieg in Folge.

In der Anfangsphase schwang sich erst einmal FSV-Innenverteidiger Robert Bierkoch zur beherrschenden Figur der Partie auf. Einen Freistoß von Neheims Sturmspitze Matthias Kauke verlängerte Bierkoch zur Neheimer 1:0-Führung ins eigene Netz (4.). Keine zehn Minuten später war der Werdohler erneut zur Stelle, diesmal aber auf der richtigen Seite. Einen Eckball wuchtete der 20-Jährige per Kopf an Gäste-Schlussmann Ricardo Alves vorbei zum 1:1-Ausgleich ins Netz (11.).

So abwechslungreich wie die Begegnung begonnen hatte, ging sie aber nicht weiter. Beide Mannschaften hatten Probleme, ein strukturiertes Offensivspiel zu entwickeln, schafften es nicht, den Kontrahenten wirklich unter Druck zu setzen.

Für Neheim hatte Florian Schuberth eine Möglichkeit, als er ein Zuspiel von der rechten Seite am langen Eck des Gehäuses von FSV-Torhüter Simon Felbick vorbeischoss (17.). Bei den Hausherren sorgte eine Freistoßvariante von Murat Kaya für Gefahr. Der hatte gesehen, dass sich Onur Benli in halbrechter Position der Neheimer Beobachtung entzogen hatte. Benlis Schuss strich aber am Kasten der Gäste vorbei (30.).

Richtig brenzlig wurde es dann erst wieder nach 74 Minuten. Und erneut brauchte es dafür einen Freistoß von Kaya, der nach den Ausfällen von Marius Maus (Rot-Sperre) und Moritz Klamann (Urlaub) das Loch in der Werdohler Innenverteidigung stopfte. Doch den strammen Schuss des früheren Ennepetalers lenkte Alves ins Toraus – es gab einen Eckball für die FSV, der aber nichts einbrachte.

Die Entscheidung brachte schließlich Kapitän Manuel Sander, der wegen anhaltender Knöchelprobleme nur als Einwechselspieler zum Zuge kam. Einen Freistoß von Kosta Sarris bugsierte Sander zum 2:1 ins Netz (86.). Allerdings prallte er dabei mit Keeper Alves zusammen und hatte wohl auch die Hand am Ball.

Die Folge: energische Proteste der Neheimer. „Ich konnte es ehrlich gesagt nicht sehen“, wollte Minker die Szene nicht kommentieren, freute sich stattdessen über den glücklichen Sieg. - Von Christian Müller

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