HSV Werdohl bezwingt Telgte mit 39:30

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Oliver de Liello wird hier zwar hart angegangen, war von der Telgter Abwehr aber nie ganz auszuschalten.

Werdohl - 39:30 (21:15) – Zahlen, die einen Spaziergang und einen hochverdienten Erfolg der HSV Werdohl/Versetal gegen den TV Friesen Telgte vermuten lassen. Hochverdient war der Sieg des heimischen Handball-Verbandsligisten, aber ein Spaziergang war es nicht.

Denn: Die vermeintlich komfortable Pausenführung war beim 26:26-Ausgleich in der 42. Minute aufgezehrt – HSV-Trainer Kai Henning verhinderte das Kippen der Partie aber mit einer Auszeit.

Aufgrund des doppelten Punktabzugs aus dem Spiel gegen Westerholt hatte die Partie des Drittletzten gegen das Schlusslicht aus Telgte enorm an Bedeutung gewonnen. In den ersten Minuten schien Telgte besser mit dem Druck klarzukommen, legte eine 2:0-Führung vor. Zwei, drei Minuten verstrichen, bis sich de Liello und Co. gefunden hatten und die Oberhand gewannen.

Es waren keine Welten, die die Kontrahenten trennten. Es waren die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten. In vielen Situationen wirkte Werdohl mental frischer. Abpraller landeten scheinbar grundsätzlich in den Händen der Gastgeber, die es auch verstanden, diese Boni umzumünzen. Das 21:15 zur Pause spiegelte das Kräfteverhältnis wieder. Die Münsterländer waren vor allem in der Abwehr überfordert, vorne riss die starke linke Angriffsseite die Kohlen aus dem Feuer.

Mit einem Triple zum 21:18 startete Telgte in Halbzeit zwei, benötigte nur zwölf Minuten, um den Rückstand auszugleichen (26:26, 42.). Henning reagierte, nahm eine Auszeit und brachte Plassmann in der Abwehr für Bardischewski. Erst beim 32:30 hatten de Liello und Co. erstmals wieder die Chance, den Abstand auf drei Treffer auszubauen, ließen diese Möglichkeit jedoch im ersten Anlauf verstreichen – im zweiten klappte es dann. Das 33:30 in der 54. Minute durch Bardischewski in Unterzahl zeigte Wirkung. Telgte resignierte, der HSV gelang hingegen fast alles. Gurol stockte zum 34:30 auf – immer noch in Unterzahl. Auf Bluhms Treffer zum 35:30 reagierte Telgte mit einer Auszeit – zu spät. Scheuermanns spektakulärer Treffer zum 39:30 war dann das i-Tüpfelchen. - Von Markus Jentzsch

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