FSV Werdohl reist arg dezimiert nach Hünsborn

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Moritz Klamann (links) und die FSV Werdohl reisen personell arg gebeutelt nach Hünsborn.

Werdohl -  Dass dieser Fall eintreten kann, war bei Fußball-Landesligist FSV Werdohl schon vor der Saison eigentlich allen Beteiligten bewusst gewesen. Dass die personelle Not aber schon vor dem zweiten Spieltag und dem Auswärtsauftritt am Sonntag bei RW Hünsborn (15 Uhr, Sportplatz Rheinauer Straße) solch gravierende Ausmaße annimmt, dürfte die Sorgenfalten auf der Stirn von Trainer Alen Terzic nicht kleiner werden lassen.

Robert Bierkoch und Robin Breitenbach fallen wie in der Vorwoche wegen Verletzungen aus. Dazu haben sich bei der 1:4-Auftaktniederlage gegen RW Erlinghausen am vergangenen Sonntag auch noch Rejhan Zekovic und Florian Neuke kleinere Blessuren zugezogen, die ein Training unter der Woche verhinderten. Zumindest ihren Einsatz in Hünsborn will Terzic aber nicht ausschließen. Falk Fischer schleppt nach wie vor eine angeknackste Rippe mit sich herum, war bis einschließlich Freitag krank geschrieben. „Er ist maximal für die Bank ein Thema“, stellt der FSV-Coach klar. Und schließlich ist da noch Bartos Mura, der gegen Erlinghausen einen Schlag auf den Knöchel bekam. Selbiger schwoll noch während des Spiels derart an, dass sich der Rechtsverteidiger in der Schlussphase auswechseln ließ. „Hinter ihn können wir auch ein dickes Fragezeichen setzen“, erklärt Terzic. Macht unter dem Strich sechs Akteure von solidem oder überdurchschnittlichem Landesliga-Niveau, die sicher oder eventuell ausfallen – für den ohnehin schmalen Kader der FSV eine überaus schwere Hypothek.

Die Aufgabe, am Sonntag in der Gemeinde Wenden den Liga-Fehlstart zu korrigieren, ist für die Werdohler dadurch gewiss nicht einfacher geworden. „Wir können unser Top-Niveau nur aufbieten, wenn wir unsere beste Besetzung dabei haben. Das ist in der Regel aber nie der Fall“, stöhnt Terzic. An Hünsborn schätzt der Iserlohner vor allem Kapitän Steffen Hatzfeld, der aus der defensiven Mittelfeldzentrale heraus den Rhythmus der Elf von Trainer Andreas Waffenschmidt bestimmt. Gefährliche Angreifer wie Marius Uebach oder Michael Bienenda, die bei der 2:3-Auftaktschlappe bei Aufsteiger FC Altenhof nicht einmal in der Startformation standen, tun ihr Übriges. Auch die Konterstärke der Gastgeber hebt Terzic hervor, aber: „Ich erwarte schon, dass sie versuchen werden, selbst das Spiel zu machen.“

Dieses Konzept kommt der FSV erfahrungsgemäß entgegen, wenn es ihr gelingt, ein vernünftiges Umschalt- und Konterspiel aufzuziehen. „Nichtsdestotrotz haben wir unseren eigenen Ansatz, wollen Ballbesitzphasen, um zielgerichtet Chancen herauszuarbeiten“, unterstreicht der 35-Jährige.

FSV: Grete, Felbick – Mura (?), Schröder, Maus, Sarris, Brüll, Neuke (?), B. Zekovic, Klamann, R. Zekovic, Köctürk, Sesay, P. Fischer, F. Fischer (?), Kessler

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