FSV Werdohl hofft auf den Neustart

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Dennis Strongface (rechts) und die FSV Werdohl ringen um Anschluss ans Tabellenmittelfeld.

Werdohl -  Der vergangenene Freitagabend muss rund ums Riesei-Stadion ein leiser und beschaulicher gewesen sein. Wenn dem nicht so gewesen sein sollte, dann lag das jedenfalls nicht am hektischen und akribischen Treiben der Landesliga-Fußballer der FSV Werdohl. Denn Coach Marco Sadowski hatte gerade einmal fünf Feldspieler auf dem Trainingsplatz versammelt.

Vor diesem Hintergrund erscheint die 0:4-Niederlage am Sonntag gegen den VfL Bad Berleburg eher als logische Konsequenz – und nicht als Produkt sportlicher Nicht-Leistungen, wie es Niederlagen in der Mehrzahl für gewöhnlich sind.

Entsprechend tief saß der Frust bei Sadowski nach dem neuerlichen Fehlschlag, der die FSV bei nur einem Pünktchen aus den ersten vier Meisterschaftspartien verharren lässt. „So kannst du nicht in so ein Spiel gehen“, schüttelte Sadowski mit Blick auf die Abschlusseinheit am Freitag den Kopf. Allein: Er kann derzeit wenig daran ändern. Die Mannschaft stellt sich aufgrund von urlaubs-, verletzungs- und berufsbedingten Ausfällen quasi von selbst auf, gleiches gilt für die Trainingsgruppe.

Die personelle Situation dient dem FSV-Coach inzwischen nach eigener Aussage als „Oberbegriff“ für alle Probleme, die sein Team mit sich herumschleppt. Sei es der tabellarische Druck, seien es die spielerischen Abläufe auf dem Platz – Automatismen, die in der derzeitigen Besetzung notgedrungen nicht vorhanden sein können.

Die Urlaubsfahrten einiger Kicker waren dem Trainerteam bekannt und insofern kalkulierbar. Obendrauf kamen Verletzungen wie von Rejhan Zekovic, Manuel Sander, Baris Caliskan oder Fisnik Zejnullahu. Das Vorhaben, sich über die Urlaubswochen mit möglichst vielen Punktgewinnen zu retten, hätte auch deshalb nicht gründlicher in die Hose gehen können. „Der absolut schlimmste Fall ist eingetreten“, formuliert Sadowski.

Immerhin: Die Rückkehr einiger Urlauber wie Redouane El Alami oder Dominik Schwenck ist absehbar, mit Zekovic oder Damiano Intravaia zwei Verletzte wieder im Lauftraining. Dann gilt es, Abläufe einzustudieren, die eigentlich mit Abschluss der Vorbereitung hätten sitzen sollen. Sadowski: „Wir fangen in der nächsten Woche nicht wieder bei Null an, aber knapp darüber.“ Vorher geht es ausgerechnet zum Spitzenreiter SC Neheim. - Von Christian Müller

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