FSV Werdohl erstmals im Jahr 2014 ohne Gegentor

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FSV-Angreifer Damiano Intravaia kam gegen den Rothemühler Abwehrriegel nur selten zum Abschluss, stand zusammen mit Sturmpartner Gian-Marco De Luca dafür vor allem im zweiten Durchgang mehrere Male im Abseits.

Werdohl - Es hat in dieser Saison am Riesei zweifellos schon unterhaltsamere 90 Minuten gegeben als bei der Nullnummer der FSV Werdohl am Ostermontag gegen den SV Rothemühle. Doch im Gegensatz zum Publikum hatte FSV-Trainer Carsten Minker auch seine Freude an der von Taktik geprägten Partie der Fußball-Landesliga.

Strafraumszenen blieben gegen Rothemühle Mangelware – aber Minkers Elf spielte im Jahr 2014 erstmals zu Null.

„Wir haben gegenüber den Vorwochen defensiv nichts zugelassen und einen stabilen Eindruck hinterlassen. Das war ein absolut positiver Aspekt“, sagte der 39-Jährige.

Erst vor einer Woche hatte Minker noch moniert, dass seine Schützlinge beim 4:3-Erfolg in Finnentrop „ungewöhnlich viele Chancen“ zugelassen hatten und vor allem im ersten Durchgang schlecht organisiert waren.

Das konnte er seinen Mannen am Ostermontag wahrlich nicht vorwerfen, weil die Offensive der abstiegsbedrohten Gäste über 90 Minuten praktisch nicht stattfand und Werdohls Schlussmann Marcus Grete unter Beschäftigungslosigkeit litt.

Was gegen Rothemühle hingegen wenig bis kaum funktionierte, war das Offensivspiel der Hausherren. „Wir haben im letzten Drittel zu häufig die falschen Entscheidungen getroffen und zu viele Fehlpässe produziert. Das lag zum einen daran, dass sich Rothemühle mit allen Mitteln gewehrt hat, zum anderen aber auch an dem durch die Regenfälle sehr glitschigen Kunstrasen“, meinte Minker.

Mit dem Remis zeigte sich der neue FSV-Sportchef trotz der optischen Feldüberlegenheit letztlich zufrieden, wenngleich er mit Blick auf die anderen Landesliga-Ergebnisse gerne einen „Dreier“ verbucht hätte. „Es ist schon unglaublich, dass Hüsten mit 5:0 in Menden gewinnt. Da ist jetzt reichlich Bewegung im Tabellenkeller. Immerhin konnten wir den Abstand auf Rothemühle gleich halten“, sagte Minker.

Erfreut zeigte sich der Werdohler Übungsleiter von der Vorstellung seines Schützlings Bartos Mura, der nach überstandenem Kreuzbandriss erstmals von Beginn an im Landesliga-Team auflief und seine Sache bis zur Auswechslung in Minute 69 ordentlich machte. „Bartos ist ein toller Fußballer, der nach seiner schweren Verletzung sicherlich einige Spiele benötigt, um wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Deswegen hat er auch seine Chance bekommen und wird auch in den kommenden Wochen die nötige Spielpraxis erhalten“, so Minker.

Der FSV-Trainer und neue Sportliche Leiter treibt derweil auch die Kaderplanungen für die Spielzeit 2014/15 weiter voran. Noch am Montagabend erhielt Minker die Zusage von Offensivallrounder Lukas Kessler, der nach nur einer Saison beim Westfalenligisten SV Hohenlimburg zurückkehrt.

„Lukas ist ein richtig guter Fußballer und sowohl auf den Außenbahnen als auch im Zentrum einsetzbar. Er ist eine absolute Verstärkung für unsere Offensive“, freut sich Minker über die Rückkehr des 26-Jährigen. - Von Lars Schäfer

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