FSV Werdohl muss den Heimsieg teuer bezahlen

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FSV-Stürmer Gian-Marco De Luca stürzte nach diesem Zweikampf mit Till Metz so unglücklich, dass er sich eine Schultereckgelenkssprengung zugezogen hat und heute operiert wird.

WERDOHL -  Eigentlich hätte sich FSV-Trainer Carsten Minker uneingeschränkt freuen können. Sein Team hat am Sonntag die Vorgabe erfüllt und gegen das Liga-Schlusslicht SuS Niederschelden den dritten Heimerfolg in dieser Spielzeit gefeiert – dabei das Ergebnis am Ende mit 5:1 (2:1) Treffern auch recht deutlich gestaltet. Allerdings mussten die Gastgeber den Dreier teuer bezahlen.

In der 32. Minute war Stürmer Gian-Marco De Luca bei einem Zweikampf mit Till Metz unglücklich auf die linke Schulter gestürzt und musste nach Hellersen gebracht werden. Die Diagnose lautet Schultereckgelenksprengung. Heute soll De Luca bereits operiert werden.

Sportlich waren die Rollen am Riesei klar verteilt: „Wir haben auch in der Höhe verdient verloren“, stellte SuS-Trainer Markus Urner fest. „Wir kamen fast immer zu spät und haben nur reagiert“, schimpfte er.

Die FSV bescherte sich einen Start nach Maß. Tuz’ abgefälschter Schuss landete zwar nur am Querbalken, Fischer war aber am 2. Pfosten zur Stelle und köpfte zum 1:0 ein. Dass die Gastgeber trotzdem noch eine gute Viertelstunde benötigten, um ins Spiel zu finden, war erstaunlich und ebnete den Siegerländern den Weg zum Ausgleich. Kleinmax durfte in der 7. Minute ungestört den Diagonalpass aus dem Zentrum auf den linken Flügel spielen, so dass Schnittchen freie Bahn zum 1:1 besaß.

Nun schaltete die FSV aber langsam einen Gang hoch. De Luca verlängerte Maus’ Flanke auf Sander (14.), doch Absi rettete vor seinen geschlagenen Keeper vor der Linie. Sieben Minuten später folgte dann das 2:1. Tuz flankte einen Eckstoß von der linken Seite auf den zweiten Pfosten und, und Bierkoch wuchtete den Ball per Kopf unhaltbar in die Maschen. Noch vor der Pause (38.) verpasste Tuz den dritten FSV-Treffer.

In der Pause gab FSV-Coach Minker die Marschroute „Safety first“ aus, so dass Werdohl hinten sicher stand und geduldig auf die Chance zum Knockout wartete. Maus setzte einen Freistoß ans Lattenkreuz (65.), bevor Langenberg in der 73. Minute den entscheidenden Pass auf Tuz spielte. Der Neuzugang scheiterte an Keeper Düzgün, doch Fischer setzte den Abpraller in den Winkel. Die Partie war entschieden, ehe Franz (82.) nach einer Maus-Ecke und Tuz (86.) nach Franz’ Diagonalball zum 5:1 nachlegten. Bierkoch (75.) und gegenüber Spies per Freistoß (83.) trafen noch den Pfosten.

FSV: Grete – Langenberg, Klamann, Bierkoch, Maus – El Alami, Krämer (81. Intravaia) – Sander, Tuz, Fischer (85. Neuke) – De Luca (32. Franz)

SuS: Düzgün – Lamm (79. Jaeppche), Dicke, Absi, Reuter – Spies, Kleinmax – Metz, Gajdzies (62. Trottner), Schnittchen – Jung (17. Daub)

Schiedsrichter: Magne (Arnsberg)

Tore: 1:0 (1.) Fischer, 1:1 (7.) Schnittchen, 2:1 (21.) Bierkoch, 3:1 (73.) Fischer, 4:1 (82.) Franz, 5:1 (86.) Tuz

von Stefan Herholz

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