FSV Werdohl unterliegt bei der SpVg Olpe

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Semir Tuz (links) traf in Olpe zum zwischenzeitlichen 1:2 aus FSV-Sicht, am Ende hieß es 2:3.

OLPE - Zweites Saisonspiel, zweite ärgerliche Pleite mit einem Tor Unterschied: Die FSV Werdohl ging am Sonntag bei der SpVg Olpe leer aus. Nach 90 Minuten hieß es 3:2 (1:0) für die Gastgeber, die eine Portion cleverer und entschlossener agiert hatten. Die Kicker vom Riesei fanden erst nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit ins Spiel, kamen zwei Mal zum Anschluss, durften aber kein „Happy End“ bejubeln. So bleibt auf der Habenseite die Null.

FSV-Coach Carsten Minker hatte in der Pause die Kabine schnell wieder verlassen und war auf die Trainerbank zurückgekehrt – merklich angefressen. Nachvollziehbar, denn im Vergleich zum 2:2-Testremis in Langscheid von Donnerstagabend machte seine Mannschaft zu viel falsch. Auf dem hervorragenden Naturrasen im Kreuzbergstadion fehlten Werdohl Laufbereitschaft und Spielwitz, Olpe gab klar den Ton an und hätte durch Frtunic (9.), Scheppe (18.) oder Rath (26.) in Führung gehen können. Das 1:0 fiel erst in Minute 38, als Huckstein nach einem Einwurf von rechts flanken und in der Mitte Buchen nach einem noch von Maus geblockten Frtunic-Kopfball unbedrängt abstauben durfte. Fast im Gegenzug hatte Tuz nach De Lucas Zuspiel das 1:1 auf dem Fuß, schloss aber überhastet und unplatziert ab.

Mit Wiederbeginn war der Gast in den Zweikämpfen und in der Offensive endlich präsenter. Nach einer Stunde ging es Schlag auf Schlag: Nach einem Konter im eigenen Stadion, den Langenberg mit einem taktischen Foul hätte im Ansatz verhindern müssen, konnte erneut Buchen nach Gretes Glanztat gegen Rath abstauben – 2:0. Nur zwei Minuten später traf Tuz nach Maus-Flanke, De Luca-Kopfball und Intravaias klugem Rückpass zum Anschluss. Minute 66 bot dann den größten Aufreger: De Luca ging nach einer Grätsche von Huckestein im Strafraum zu Boden, doch der bisweilen indisponierte und ohne Linie leitende Referee Götz aus dem benachbarten Wenden ließ laufen. Olpe konterte, die FSV rannte hinterher, Buchen schlenzte in den Winkel – 3:1. Auch das war nicht die Entscheidung, denn kurz nach Tuz‘ Riesenchance zum 3:2 machte es Youngster Maus besser und netzte ein. Werdohl warf zunächst spielerisch und dann über lange Bälle alles nach vorne, löste die Viererkette auf. In Minute drei der Nachspielzeit tauchte Sander in etwas spitzem Winkel frei vor dem Tor auf, jagte die Kugel aber über den Querbalken.

SpVg: Bölker – Huckestein, Wasem, Mester, Prothmann – Scheppe, Ziegler (77. Aktas) – Rath, Konstantinidis – Frtunic (86. Griffel), Buchen (90.+1 Kücükpehlivan)

FSV: Grete – Maus, Bierkoch, Langeberg, Neuke – El Alami – Franz (81. Sander), Schröder (50. Zejnullahu), Intravaia – De Luca, Tuz

Schiedsrichter: Götz (Wenden)

Tore: 1:0 (38.) Buchen, 2:0 (61.) Buchen, 2:1 (63.) Tuz, 3:1 (66.) Buchen, 3:2 (72.) Maus

von Lars Becker

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