Carsten Minker wird Sportchef der FSV Werdohl

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Carsten Minker (rechts), hier an der Seite seines Assistenten Benjamin Moch, tritt bei der FSV Werdohl die Nachfolge von Uli Sauerborn als Sportlicher Leiter an.

Werdohl - Auf der Suche nach einem Nachfolger für Uli Sauerborn sind die Verantwortlichen der FSV Werdohl schnell fündig geworden – und zwar in den eigenen Reihen. Carsten Minker übernimmt beim lokalen Branchenführer die Funktion des Sportlichen Leiters und bleibt seinem Heimatverein somit trotz seiner Mitte März angekündigten Aufgabe des Traineramtes zum Saisonende in einer wichtigen Funktion weiterhin erhalten.

Von Lars Schäfer

„Carsten war für unseren Vorsitzenden Thomas Dinter und für mich die erste Wahl. Daher sind wir sehr froh, dass wir die Position des Sportchefs nun mit unserem Wunschkandidaten besetzen können. Carsten ist dem Verein eng verbunden, kennt die Strukturen der FSV genau und pflegt sehr gute Kontakte in der Fußballerszene. Er passt in unseren Augen perfekt in das Profil“, betonte Uli Sauerborn. Der 47-Jährige wird – wie bereits berichtet – die FSV zum Ende der laufenden Saison verlassen und sich nach mehr als 15 Jahren als Spieler, Trainer und Sportlicher Leiter am Werdohler Riesei dem Westfalenligisten FC Iserlohn anschließen. Als Beisitzer gehört Sauerborn aber auch weiterhin dem FSV-Vorstand an.

Die Werdohler Landesliga-Mannschaft wurde über die Personalie Minker am Montagabend genauso informiert wie zuvor auch Marco Sadowski. Der 37-Jährige wird bekanntlich im Sommer Cheftrainer des Landesliga-Teams und damit Nachfolger von Carsten Minker, der aus beruflichen Gründen sein Amt als Übungsleiter aufgibt. „Das Tagesgeschäft als Trainer eines Landesligisten ist wesentlich zeitintensiver als der Posten des Sportlichen Leiters. Als die Verantwortlichen der FSV an mich herangetreten sind und mir die Aufgabe des Sportchefs angeboten haben, habe ich zunächst noch geblockt, mich dann aber doch für diese ungemein reizvolle Aufgabe entschieden. Ich freue mich über das Vertrauen des Vereins und natürlich auf die neue Herausforderung. Bei den anstehenden Gesprächen sitzt man jetzt auf einmal auf der anderen Seite des Tisches“, verdeutlicht Carsten Minker.

Die nächsten Tage und Wochen dürften für den 39-jährigen Werdohler, der bei der FSV seine aktive Laufbahn startete, noch für die Alte Herren die Schuhe schnürrt und dessen Kinder ebenfalls für die FSV auf Punktejagd gehen, dennoch sehr zeitintensiv werden. Denn bis zum letzten Spieltag am 8. Juni sitzt Minker noch auf der Trainerbank des Landesligisten, wird aber parallel und in enger Absprache mit Marco Sadowski und Uwe Grube, Trainer der zweiten Mannschaft, auch die Kaderplanungen für die Saison 2014/15 vorantreiben. „Es macht mit Blick auf die neue Serie sicher Sinn, wenn sich Carsten jetzt schon um die sportlichen Belange kümmert und die Gespräche mit den eigenen und externen Spielern führt“, gibt Uli Sauerborn zu verstehen.

Auch für seinen Nachfolger ist es keine Frage, dass er ab sofort die weiteren Planungen in die Hand nimmt und möglichst schnell einen schlagkräftigen Kader für die kommende Spielzeit zusammenstellt. „Zusammen mit Marco Sadowski gilt es jetzt, alle Hebel in Bewegung zu setzen und Klarheit zu schaffen. Einen großen personellen Umbruch wollen wir unbedingt vermeiden“, betont Minker.

Acht Zusagen aus den eigenen Reihen

Bislang haben mit Rejhan Zekovic, Marius Maus, Marcus Grete, Kosta Sarris, Manuel Sander, Damiano Intravaia, Florian Neuke und Robert Bierkoch acht Spieler ihre Zusage für eine weitere Saison am Riesei gegeben. Offensiv-Akteur Falk Fischer und Innenverteidiger Moritz Klamann hingegen werden die FSV verlassen und sich dem Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen anschließen. Dustin Langenberg zieht es zum Bezirksliga-Spitzenreiter SV 04 Attendorn und Dominik Krämer wird aus beruflichen und privaten Gründen die weiten Fahrten aus Dortmund nach Werdohl nicht mehr auf sich nehmen und sich vermutlich einem Dortmunder Bezirksligisten anschließen.

Sadowski ist mit der Lösung sehr zufrieden

Als „eine perfekte Lösung“ bezeichnete der kommende FSV-Cheftrainer Marco Sadowski die Installation von Carsten Minker auf der Position des Sportchefs. „Mit dieser Wahl bin ich sehr zufrieden. Ich kenne Carsten schon sehr lange und schätze seine Arbeit. Er ist als aktueller Trainer sehr nah an der Mannschaft, was die Gespräche mit dem aktuellen Kader erleichtern sollten. Zusammen werden wir auch in den nächsten Tagen die Gespräche mit externen Spielern, die für mich und meinen Co-Trainer Bülent Albayrak interessant erscheinen, aktiv angehen“, betonte Sadowski. Zufrieden zeigte sich auch FSV-Vorsitzender Thomas Dinter: „Die Lösung mit Carsten Minker ist eine sehr gute. Er genießt unser Vertauen und war von Anfang an unser Wunschkandidat.“

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