De Lucas Verletzung trübt Freude bei der FSV

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Offensivspieler Falk Fischer (rechts, hier im Duell mit Rechtsverteidiger Manuel Lamm) bewies am Sonntag seinen Zug zum Tor und markierte gegen das Schlusslicht SuS Niederschelden zwei Treffer. Am Ende siegten die Werdohler mit 5:1.

WERDOHL -  Das gemeinsame Abendessen im Vereinslokal war schon lange geplant und der 5:1-Heimerfolg gegen den SuS Niederschelden eigentlich die richtige Basis für einen fröhlichen Abend. Doch die Stimmung beim Landesligisten FSV Werdohl am Sonntagabend war gedrückt.

Der Grund war die Schultereckgelenkssprengung, die Gian-Marco De Luca im Spiel erlitten hat.

„Es waren alle sehr betroffen“, sagt Trainer Carsten Minker. Am Abend hatte er noch mit seinem verletzten Spieler telefoniert, und auch am Montag vor der fälligen Operation im Sportkrankenhaus Hellersen stand er noch in ständigem Kontakt mit seinem Stürmer. „Das wird dauern. In diesem Jahr wird er definitiv nicht mehr für uns spielen“, weiß der Trainer und fügt hinzu: „Das ist bitter für uns, aber noch bitterer für ihn. Er ist eine absolute Bereicherung für uns geworden und wird uns bei den kommenden Aufgaben sehr fehlen. Mit seiner Spielweise hätten wir gestern noch ein paar Chancen mehr bekommen.“

Aber auch so hat es am Ende zu einem 5:1-Erfolg gegen das noch sieglose Schlusslicht gereicht. „Was mir nicht so gut gefallen hat, war, dass wir wieder anfangs nicht im Spiel waren. Woche für Woche brauchen wir eine Viertelstunde oder 20 Minuten, bis wir richtig auf dem Platz sind“, sagt Minker, betont aber zugleich, dass der deutliche 5:1-Erfolg gegen die Siegerländer keineswegs eine Selbstverständlichkeit war. „Es war die erste hohe Niederlage, die sie kassiert haben. Sonst haben sie häufig nur mit einem Tor Unterschied verloren, zum Beispiel nur 2:3 gegen Dröschede. Das zeigt, dass wir nach hinten raus im Offensivbereich noch Qualität haben“, stellt der Werdohler Übungsleiter fest und lobt: „Semir Tuz macht das richtig gut.“ Zudem sei die Konsequenz, mit der Fischer seine beiden Treffer erzielte, absolut lobenswert. „Im Training sucht er noch zu häufig den Abschluss, im Spiel zu selten. Da muss er noch das richtige Gleichgewicht finden.“

Lob erhielt auch Einwechselspieler Dominik Franz. Nachdem er in Lennestadt bereits den späten Ausgleich vorbereitet hatte, lieferte er erneut eine Vorlage und erzielte einen Treffer auch noch selbst. „Er hat gut trainiert und ist dicht vor dem Sprung in die Anfangsformation.“ Und in der werden am kommenden Sonntag beim Gastspiel in Erlinghausen auf jeden Fall mindestens zwei Plätze frei. Denn neben De Luca wird auch Innenverteidiger Robert Bierkoch fehlen, der in den Urlaub fährt. - Von Stefan Herholz

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