FSV Werdohl trifft auf Titelkandidat SpVg Olpe

+
Mittelfeldantreiber Redouane El Alami (links) ist nach seiner gelb-roten Karte in Erlinghausen gesperrt und damit einer von acht Akteuren, die der FSV Werdohl im ersten Heimspiel der Saison gegen die SpVg Olpe fehlen.

Werdohl - Überraschend kommt die angespannte Situation für Marco Sadowski nicht. Dennoch ist die Suche nach einer Lösung keine einfache. Vor dem Heim-Auftakt in der Fußball-Landesliga gegen die SpVg Olpe (Sonntag, 15.30 Uhr, Riesei-Stadion) muss der Trainer der FSV Werdohl auf acht potenzielle Stammkräfte verzichten.

„Wir wussten, dass dieser Tag kommen wird“, sagt Sadowski. Dass Marius Maus, Murat Kaya und Torhüter Marcus Grete derzeit im Urlaub weilen, ist den FSV-Verantwortlichen schließlich schon seit Wochen bekannt.

Auch, dass Redouane El Alami nach seiner Ampelkarte in Erlinghausen am vergangenen Sonntag gegen Olpe nicht dabei sein wird, ist inzwischen keine Neuigkeit mehr. Und auch die Blessuren von Robert Bierkoch (außersportlicher Unfall), Rejhan Zekovic (Muskelfaserriss) und Damiano Intravaia (Leiste) liegen schon etwas länger zurück – ein Einsatz am Sonntag war nie ein Thema.

Gian-Marco De Luca ist zudem nach wie vor wegen privater Angelegenheiten außen vor. Darum werden Thomas Sekulla, Baris Caliskan, Sandro Collura und Melih Akdeniz nach der Partie der zweiten Mannschaft Sadowskis Kader auffüllen.

Entsprechend geräumig war es für die Verbliebenen in dieser Woche in den Übungseinheiten am Riesei. „Wir dümpeln zurzeit im Training mit zehn, zwölf Mann herum. Das ist zu wenig für die Vorbereitung auf so ein Spiel“, räumt Sadowski ein, der sich gleichwohl kämpferisch gibt: „Wir werden dennoch eine gute Mannschaft stellen. Wir haben zwar personell Not, aber wir schicken keine Notelf.“

Wie groß die Not beim Gegner sein wird, davon wird das Ergebnis der Partie gegen Olpe entscheidend abhängen. Der Vize-Meister der Vorsaison legte mit der 0:4-Klatsche gegen den SSV Meschede einen Fehlstart hin. „Das hat mich sehr überrascht. Dennoch hat Olpe immer noch eine starke Mannschaft. Vor einigen Wochen haben sie noch mit einem Bein in der Westfalenliga gestanden“, erinnert der Werdohler Trainer daran, dass die Elf aus dem Nachbarkreis erst in der Relegation gegen den Kirchhörder SC, Vize-Meister der Landesliga 3, am Sprung in die nächsthöhere Klasse scheiterte.

In welcher mentalen Verfassung die SpVg in Werdohl anreist, vermag darum auch Sadowski nicht einzuschätzen. „Sie haben eben auch Druck, die Erwartungen sind hoch. So etwas kann auch hemmen“, mutmaßt der FSV-Coach, der seine Truppe gegen den Titelanwärter mit einer abwartenden Haltung ins Spiel schicken will. „Wir müssen clever agieren, werden Olpe mit diesem Fußball nicht in die eigene Hälfte drücken“, kündigt Sadowski an. - Von Christian Müller

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare