„Unnötige Niederlage“ in Meschede bremst FSV Werdohl

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Kosta Sarris kam in Meschede zu Beginn des zweiten Durchgangs für die FSV Werdohl in die Partie und sorgte über die linke Seite für viel Betrieb. Dennoch gelang es der FSV nicht, die Partie zu drehen.

Werdohl - Carsten Minker verbrachte am Sonntag einen denkwürdigen Nachmittag in Meschede. Bei der 0:1-Niederlage der FSV Werdohl beim gastgebenden SSV sah der Werdohler Trainer viele Dinge, die ihn störten.

An erster Stelle steht dabei das Ergebnis, das sich alle im FSV-Lager naturgemäß anders vorgestellt hatten. „Unter dem Strich war das unnötig“, fasst Minker zusammen. Diese Einschätzung beruht vor allem auf der Tatsache, dass auch die Mescheder kein fußballerisches Feuerwerk abbrannten und damit alles andere als unschlagbar waren. Lediglich in den ersten 20 Minuten waren die Hausherren aggressiv, schnell, suchten immer wieder den groß gewachsenen Stürmer Oumar Toure, der schließlich auch Daniel Bilinskis entscheidenden Treffer vorbereitete (9.).

Danach verflachte die Partie – und Meschedes Mittel wurden immer beschränkter. „Sie haben gar nicht erst versucht, das Spiel kurz zu eröffnen“, hatte Minker erkannt, dass der SSV vorwiegend mit langen Bällen operierte.

Weil auch seine Schützlinge aber kaum Torgefahr entwickelten und zudem auch der Einsatz nur teilweise überzeugend war, griff der FSV-Trainer in der Halbzeitpause zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Auf einen Schlag zog er alle drei Wechseloptionen, ließ Gian-Marco De Luca, Onur Benli und Falk Fischer in der Kabine. „Schon nach 20 Minuten haben Benjamin Moch und ich draußen kommuniziert, wie wir die Mannschaft umstellen können“, beschreibt Minker die Unterredungen mit seinem Co-Trainer.

Die „sehr deutliche“ Ansprache sowie die personellen Änderungen griffen – zumindest in der Form, dass den Werdohlern im zweiten Durchgang der Wille anzumerken war, der Begegnung eine Wende zu geben. Spielerisch aber blieb einiges im Argen, auch wenn vor allem Kosta Sarris über die linke offensive Seite für eine Tempoverschärfung sorgte. Weil aber der finale Pass häufig nicht den gewünschten Abnehmer fand, versandete ein Großteil der Werdohler Bemühungen.

Mit einem Sieg im Sportzentrum Dünnefeld hätten die Kicker vom Riesei von Tabellenplatz acht auf den fünften Rang klettern können. „Damit wäre unser Heimauftritt gegen Tabellenführer TuS Erndtebrück II am kommenden Sonntag ein echtes Spitzenspiel gewesen“, weiß Minker.

So aber bleibt die FSV im Mittelfeld des Klassements stecken. Immerhin verfügen die Werdohler über ein beunruhigendes Polster von neun Zählern auf die Abstiegszone, die mit dem SV Hüsten auf Rang 14 beginnt. - Von Christian Müller

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