Ursachenforschung bei der HSV Werdohl/Versetal

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Mienen, die Bände sprechen – Co-Trainer Jörg Klose (rechts) und sein junges Keepergespann direkt nach dem Spiel.

WERDOHL - Der Auftritt des sportlichen Aushängeschilds der HSV Werdohl/Versetal, der ersten Mannschaft, am Samstagabend im Spiel gegen den SV Westerholt war schlicht enttäuschend. Das Trainergespann und der Sportliche Leiter Dirk Schulte befinden sich derzeit auf der intensiven Suche nach den Gründen.

Direkt nach dem Spiel bildeten sich bereits Grüppchen, Spieler setzten sich zusammen, versuchten das gerade Erlebte zu verdauen und gemeinsam aufzuarbeiten. Auch Trainer Kai Henning tauschte sich noch lange nach Spielende mit einigen Akteuren aus. Selbstkritisch gingen sie alle mit der eigenen Leistung um, gab Henning Aussagen auszugsweise wieder. „Reine Kopfsache“, meinte Dirk Schulte und stimmte seinem Trainer zu. Es sei keineswegs der Fall, dass es die Mannschaft nicht könne, es haperte nur gewaltig an der Umsetzung, betonte Henning. Ein Aspekt, den Schulte bestätigte. Auch er sieht das Team im Training, erkennt, wie akribisch an den Defiziten gearbeitet wird. Wie es dann passieren kann, dass so ein Debakel wie im Samstag zustande kommt, weiß niemand zu begründen. Es ist eine junge Mannschaft, die erst seit wenigen Tagen aufgrund von Verletzungspech und Krankheit wieder zusammen trainiert. Aber grundlegende Verhaltensweisen, vor allem in der Abwehr, sollten doch mittlerweile verinnerlicht sein, oder? „Ein Beispiel gefällig? 1:35 sind gespielt und Jacob spielt seinen ersten Bodenpass zum Kreisläufer. Das habe ich im Vorfeld zigmal angesprochen und im Spiel funktioniert es dann doch nicht“, führt Henning an und strahlt eine gewisse Ratlosigkeit aus. Ratlos, aber noch lange nicht resigniert. „Es ist als würde ein Hebel umgelegt und alles ist vergessen“, sagt der Coach, ist aber weit davon entfernt, personelle Dinge in Frage zu stellen. Auch Schulte hat ob der bescheidenen Tabellensituation noch keine kalten Füße bekommen. „Wenn wir die Leistung, die wir in Ferndorf gezeigt haben, an jedem Wochenende abliefern würden, dann sind wir unter den ersten fünf. Also: Die Mannschaft hat das Zeug, braucht aber noch etwas Entwicklungszeit. Aus der Situation muss sie sich selbst rauskämpfen“, fasst Schulte zusammen und sagt, dass die nächsten beiden Spiele immens wichtig sind. - Von Markus Jentzsch

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