HSV Werdohl trotzt Oberaden beim 27:27 einen Punkt ab

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Marc Bardischewski war von der Oberadener Abwehr nie auszuschalten.

WERDOHL -  Hut ab: Handball-Verbandsligist HSV Werdohl/Versetal rief gegen den favorisierten SuS Oberaden eine ganz starke Leistung ab, unterstrich, dass sie in der Halle am Riesei wieder eine Macht ist und trotzte dem Tabellendritten beim 27:27 (14:14) einen Zähler ab. „Ein Zusatzpunkt, der in der Endabrechnung Gold wert sein kann“, meinte HSV-Trainer Kai Henning nach dem Abpfiff.

„Richtig geil“ sei es gewesen, sprudelte es nach dem Abpfiff aus dem Coach heraus. Und unterm Strich sei es ein gewonnener Punkt gewesen, fügte Henning hinzu. Denn die Partie stand zum Ende einer sehr ausgeglichenen zweiten Halbzeit auf des Messers Schneide. Eine Portion Glück, Nervenstärke, taktisches Fingerspitzengefühl – was letztlich dafür sorgte, dass Oliver de Liello Sekunden vor dem Abpfiff die Ruhe behielt und die entscheidende „Marke“ zum 27:27-Endstand versenkte, war Henning letztlich egal. Hauptsache, der Ball landete, begleitet von einem Jubelsturm der Werdohler Anhänger, irgendwie im Netz des SuS Oberaden. Die Restspielzeit reichte den Gästen aus Bergkamen nicht mehr aus, um der aufopferungsvoll kämpfenden HSV den Punkt noch zu entreißen.

Oberaden ist mit Hattingen nicht zu vergleichen, auch nicht mit Eiserfeld. Deshalb schien es nur eine Frage der Zeit, bis sich Oberadens Klasse auch im Ergebnis ausdrücken würde. Aber bereits in den ersten Minuten rüttelten Bardischewski und Co. am Thron des Favoriten. „Entscheidend war, dass wir Vogel nicht ins Spiel kommen ließen“, meinte Henning und bezog sich damit auf den Oberadener Ausnahmekeeper Stefan Vogel, der das Fern-Duell gegen den HSV-Schlussmann Meckel klar verlor. Bardischewski spielte am Samstag in der abermals gut besuchten Sporthalle am Riesei die Rolle einer mächtigen Dampflok, riss seine Mannschaft mit und nahm Kurs auf einen weiteren Handballknüller. Oberaden zeigte sich vom 2:0 der Hausherren nicht beeindruckt, verteidigte stark und dreht den Spieß im Handumdrehen um. Beim 6:10 wirkte der SuS souverän, machte die Rechnung aber ohne den Gastwirt. Mit dem Pausenpfiff traf de Liello per Siebenmeter zum 14:14 – verdient.

In Durchgang zwei ging es hin und her, mit wechselnder Führung. „Beim 24:22 (51.) lagen wir mit zwei Toren vorn“, erinnerte sich Henning, ehe Oberaden umstellte, sich Werdohl eine kurze Verschnaufspause gönnte und 26:27 ins Hintertreffen geriet – bis zur allerletzten Marke. - Von Markus Jentzsch

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