HSV Werdohl/Versetal unterliegt in Hamm deutlich

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Auch Sebastian Lohmann konnte die HSE-Angreifer nicht stoppen.

WERDOHL - Der Spitzenreiter war eine Nummer zu groß: Mit 17:36 (9:16) unterlag die HSV Werdohl/Versetal am Samstagabend in der Handball-Verbandsliga der HSE Hamm deutlich.

„Das ist die beste Mannschaft, die ich seit Jahren in der Verbandsliga gesehen habe“, erkannte Kai Henning, Trainer der HSV Werdohl/Versetal, am Samstagabend im Anschluss an die Partie beim Tabellenführer die Ausnahmestellung der HSE Hamm an.

In der Tabelle hatte die Niederlage keine allzu großen Auswirkungen, weil der Verfolger Höchsten in Hattingen ebenfalls eine Niederlage einstecken musste. Ärgerlich aus Sicht der HSV war hingegen der Auswärtssieg der ASV-Reserve aus Hamm, die bei der PSV Recklinghausen zwei Punkte entführte und nun drei Zähler vor Werdohl liegt.

Kurzfristig hatte die HSV sich dafür entschieden, ihrer Zweitvertretung im Abstiegskampf den Rücken zu stärken. Weil die „Erste“ bei der HSE ohnehin nur krasser Außenseiter war, trat Henning mit Fischer, Griessl und Jugoslav Lakic drei Akteure an das Bezirksligateam ab.

„Wir haben überhaupt nicht in Spiel gefunden“, bedauerte Henning. Ein Faktor, der einem so erstklassig besetzten Ensemble wie dem der HSE das Leben noch ein Stückchen leichter macht. Hamm führte nach 20 Minuten 11:6, stockte den Abstand bis zur Pause auf sieben Treffer auf (16:9).

Geistige Beweglichkeit hat der HSV gefehlt

„Immer wenn sie in die Bewegung kommen, dann hat alles Hand und Fuß“, beschrieb Henning das Offensivverhalten der Gastgeber, das die Werdohler regelmäßig überforderte. Seinem Team habe hingegen die geistige Beweglichkeit und die Durchschlagskraft im Angriff gefehlt.

Werdohl tat sich schwer, zumal Pierre van der Hurk, definitiv ein unverzichtbarer Aktivposten im Rückraum, aufgrund einer Erkältung nur für einen Kurzeinsatz auf die Platte kam. Gegen Bardischewski und Lohmann deckte Hamm offensiv, ließ von dieser Position kaum etwas zu.

„Aus dem Rückraum war es gegen diese Abwehr ohnehin sehr schwer“, stellte Henning fest und wollte seinen Schützlingen trotz der deutlichen Angelegenheit keine Vorwürfe machen. Hamm wirkte bis zum Abpfiff konzentriert. Zwischenstationen auf dem Weg zum 13. Saisonsieg waren die Spielstände 22:13 (40.) und 28:15 (50.).

„Hut ab vor dieser Leistung“, würdigte Henning das Leistungsvermögen, das im Kader des Tabellenführers steckt. Auf Seiten des Herausforderers seien lediglich Bluhm, Gurol und Scheuermann in Ansätzen hervorzuheben. - von Markus Jentzsch

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