Malocher-Fußball der Grube-Elf

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Das Bild täuscht: Weggeduckt hat sich die FSV II, wie in dieser Szene Mehmet Cabuk, gegen Schmallenberg nicht.

Werdohl - In den Trikotfarben Rot und Weiß lief die Zweitvertretung der FSV Werdohl am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Schmallenberg/Fredeburg auf. Nach 90 intensiven Minuten und einem 2:2-Unentschieden hätte den Kickern des Tabellenschlusslichts der Fußball-Bezirksliga 4 aber ein anderes Textil wesentlich besser zu Gesicht gestanden: der Blaumann.

Von Lars Schäfer

Die Werdohler verrichteten harte Arbeit, gaben keinen Zweikampf verloren, krempelten trotz zweimaligen Rückstands die Ärmel hoch und überzeugten letztlich mit ehrlichem Malocher-Fußball. „Die Mannschaft lebt, der Wille war deutlich zu erkennen. Das ist auch ein wesentlicher Grund, warum ich weitermache und glaube, dass wir am Ende der Saison den Klassenerhalt packen werden“, betonte Uwe Grube am Tag nach dem zweiten Punktgewinn dieser bislang so bitter verlaufenen Spielzeit.

Der Coach der FSV-Reserve fand für alle Akteure lobende Worte, hob aber einen Spieler hervor. „Manuel Sander hat nach seiner langen Verletzungspause ein starkes Spiel gemacht. Er ist ein Vorzeigefußballer und mit Herz und Seele Werdohler. Ich bin froh, dass er am Sonntag zunächst bei uns und dann noch in der Ersten gespielt hat“, betonte Grube. Malocher-„Manni“ ging mit Leidenschaft zur Sache, seine Teamkollegen taten es ihm gleich. Trotz frühen Nackenschlags nach grobem Patzer von Verteidiger Tugay Özsoy, der laut Grube „den Ball besser in die Botanik geschossen“ hätte, kam das Schlusslicht zurück, verdiente sich das 1:1 durch Sander und bewies auch nach dem erneuten Rückschlag in Form des 1:2 Moral. Der 2:2-Ausgleich durch Cabuk war letztlich leistungsgerecht, wenngleich Schmallenberg vor dem Cabuk-Treffer gleich mehrfach das dann wohl entscheidende 1:3 vor Augen hatte. Doch Fortuna meinte es dieses Mal gut mit dem Schlusslicht.

Obwohl es unterm Strich wieder nicht zum ersten Saisonsieg reichte, sollte dieses Remis Selbstvertrauen für kommende Aufgaben bescheren. 19 Punktspiele gibt es noch, davon vier in der Hinrunde. In den nächsten drei Partien stehen zudem direkte Duelle im Abstiegskampf gegen Nuhnetal, Dorlar-Sellinghausen und Aue-Wingeshausen an. Drei Kellerduelle, in denen der FSV II wieder ein Kleidungsstück besonders gut stehen würde: der Blaumann.

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