Die Joker de Luca und Fischer stechen

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Zweifacher Torschütze für die FSV Werdohl: Damiano Intravaia (rechts).

Bamenohl - Comebacker-Qualitäten bewies am Sonntag Fußball-Landesligist FSV Werdohl: Bei der SG Finnentrop/Bamenohl machte er einen 0:2- und 2:3-Rückstand wett und nahm am Ende als 4:3-Sieger alle drei Punkte mit.

Von Thomas Busch

Nach dem zehnten Saisonsieg der Werdohler hatte es zur Halbzeitpause allerdings nicht ausgesehen. „Die Finnentroper haben viel aggressiver als wir gespielt“, legte FSV-Trainer Carsten Minker den Finger in die Wunde. Übermäßig viele Tormöglichkeiten hatte die SG zwar nicht, doch Peter Bauerdicks toller 17-Meter-Schuss nach zu kurz abgewehrter Ecke (21.) und Lucas Grzelaks Treffer aus gleicher Entfernung (33.) sorgten für die verdiente Halbzeitführung. Die Offensivaktionen der Gäste fanden derweil stets ein vorzeitiges Ende – nennenswert zum Abschluss kamen die Werdohler nicht ein einziges Mal.

Auf Touren kam die nach de Lucas Einwechslung nun mit zwei Sturmspitzen agierende FSV jedoch nach der Pause und war in der 48. Minute plötzlich wieder im Spiel. Dominik Krämer flankte von links, und per Direktabnahme sorgte Damiano Intravaia für den Anschlusstreffer, wobei ihm der Stellungsfehler von SG-Abwehrspieler Lukas Schröder in die Karten spielte. Die Gäste blieben am Drücker, konnten sich bei dessen Parade gegen den durchgebrochenen Stange auf ihren Keeper Simon Felbick verlassen (50.) und jubelten nach 57 Minuten erneut: Murat Kayas Diagonalpass fand Gian-Marco de Luca, und der Joker sorgte für den 2:2-Ausgleich.

Auf festen Füßen stand dieses Remis allerdings nicht, denn besonders sattelfest war Werdohls Defensive nicht. Glück für die FSV, dass Schiedsrichter Seeland nach Florian Neukes Foul an Stange den Tatort einen halben Meter vor den Strafraum verlegte (60.) und dass Felbick gegen Christian Günther parierte (61.). Nach 64 Minuten war’s dann aber doch passiert: Lukas Helmig flankte in Richtung langer Pfosten, die FSV-Verteidiger Klamann und Neuke schauten nur zu, Günther bedankte sich mit dem 3:2. Die Werdohler schüttelten sich kurz – und machten weiter: Nach Kayas Kopfballvorlage schockte Intravaia die Finnentroper mit dem neuerlichen Ausgleich (73.).

Damit aber nicht genug, denn auch die Schlussphase hatte es in sich. Der längst nicht immer richtig liegende Referee versagte Kayas schlitzohrigem Freistoßtreffer wegen Torwartbehinderung die Anerkennung (84.), 60 Sekunden später vergab Günther auf der Gegenseite das sichere 4:3 für die SG. Besser machte es Werdohls zweiter Joker Falk Fischer: Einen Konter schloss er in der 88. Minute mit dem Siegtreffer für die FSV ab.

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