Pott und Pils gehen an den Riesei

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Ausgelassener Jubel beim Sieger: Die zweite Altherren-Mannschaft der FSV Werdohl holte nach einem packenden Finale gegen den TuS Grünenbaum den Pott und löste den ausrichtenden VfB Altena als Kreismeister ab.

Altena - Nervenaufreibender hätte das Finale der Altherren-Kreismeisterschaft nicht sein können: In der Lotterie vom Punkt verwandelte Fitim Zejnullahu den letztlich entscheidenden zehnten Neunmeter, schoss die zweite Mannschaft der FSV Werdohl zum 5:4-Erfolg gegen den stark aufspielenden TuS Grünenbaum und damit auch zum Titel sowie zu 50 Litern Fassbier. Platz drei ging an Vorjahressieger und Endrundenausrichter VfB Altena.

Der Budenzauber der „Oldie“-Kicker in der Sauerlandhalle am Sonntag war ein stimmungsvoller und zur Zufriedenheit von Altherren-Staffelleiter Frank Schwarzelühr auch ein weitgehend fairer. „Es war ein tolles Turnier mit vielen spannenden Spielen und ohne Rote Karten. Leider hat es mit Olaf Reuber vom LTV aber eine etwas größere Verletzung gegeben“, zog der Lüdenscheider eine erste Bilanz.

Krönung einer schon in der Gruppenphase äußerst spannenden Endrunde war das Endspiel, in dem TuS-Routinier Michael Hartel den Führungstreffer von Zejnullahu egalisierte und die fünfminütige Verlängerung erzwang. In der rasanten Overtime brachte Roland Schulz die Werdohler zweimal in Führung, Michael und Christian Hartel aber glichen jeweils aus. Auch das Neunmeterschießen ging nach zunächst je drei Schützen in die Verlängerung. Letztlich parierte FSV-Torhüter Simon Felbick vier Neunmeter und damit einen mehr als der im gesamten Turnierverlauf glänzend parierende TuS-Zerberus Sven Kortmann, der gegen Zejnullahus finalen Hammer das Nachsehen hatte.

Im Halbfinale zuvor hatte bei „Korti“ und seinen Vorderleuten die Null gestanden. Gegen die FSV Werdohl I setzte sich Grünenbaum souverän mit 4:0 durch. Und auch das zweite Semifinale war eine klare Angelegenheit. Die zweite Werdohler Mannschaft um Antreiber Nico Deller entzauberte Titelverteidiger VfB Altena und löste mit einem ungefährdeten 5:1-Sieg das Finalticket. Die Burgstädter entschieden das anschließende Neunmeterschießen um Rang drei gegen die erste Altherren-Mannschaft vom Riesei mit 4:3 zu ihren Gunsten und behielten so immerhin noch 20 Liter Krombacher Pils und einen neuen Ball aus den Händen vom Kreisvorsitzenden Klaus Scharf am Pragpaul.

Auf dem Weg in die Endrunde hielt sich der TuS Grünenbaum in der Gruppe A schadlos, verbuchte drei Siege aus drei Spielen. Rang zwei ging an den VfB, der nach der 2:3-Auftaktniederlage gegen den TuS früh unter Druck stand und sich auch gegen den am Ende punktlosen SSV Lüdenscheid schwer tat. Michael „Perle“ Thiel gelang erst kurz vor Schluss der 2:1-Siegtreffer, der den Burgstädtern ein „Endspiel“ um Rang zwei gegen den RSV Meinerzhagen bescherte. In diesem Duell behielten die Burgstädter mit 2:0 die Oberhand, für den RSV war die Endrunde mit drei Punkten damit beendet.

Wesentlich spannender ging es in der Gruppe B zu. Der LTV 61 spielte einen hervorragenden Ball und hatte nach dem 3:1-Sieg gegen den TuS Versetal und insbesondere nach der intensiv-nickeligen Partie gegen die FSV Werdohl II (3:2) die Endrunde dicht vor Augen. Im Gruppenfinale hätte den „Oldies“ vom Honsel gegen die FSV I bereits ein Unentschieden gereicht, Schlitzohr Ali Akdeniz aber traf in der Schlussminute zum umjubelten 1:0 der Werdohler.

In der Endabrechnung lagen drei Teams mit jeweils sechs Punkten gleichauf. Dank der besseren Tordifferenz zogen die FSV II (10:6) und FSV I (9:6) ins Halbfinale ein, den Lüdenscheidern (6:4) blieb der undankbare dritte Platz. Ohne Punkte beendete der TuS Versetal die Endrunde.

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