FSV Werdohl gastiert bei den SF Siegen II

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Wird seiner Mannschaft am Sonntag beim Schlusslicht Sportfreunde Siegen II fehlen: Mittelfeldstratege Murat Kaya (am Ball).

Werdohl - Nein, besorgt oder beunruhigt klang Alen Terzic am Freitag nicht, als er die Verletztenliste seiner Mannschaft in Augenschein nahm. „Wir müssen das Beste aus den Gegebenheiten machen“, sagte der Chefcoach des Fußball-Landesligisten FSV Werdohl. Sachlich. Wie immer.

Von Lars Schäfer

Manch anderer Übungsleiter hätte beim Ausfall wichtiger Leistungsträger vermutlich ein Klagelied angestimmt. Terzic nicht. Der Iserlohner sieht die personelle Situation vor dem Gastspiel am Sonntag (15 Uhr, Kunstrasen-Nebenplatz des Leimbachstadions) beim Tabellenschlusslicht SF Siegen II vielmehr sportlich und als Herausforderung für die Akteure, die noch fit und gesund für 90 Minuten sind.

Fit und gesund ist auch Murat Kaya. Der höherklassig erfahrene Mittelfeldstratege, der auf dem Platz gerne auch mal lautstarke Anweisungen an seine Teamkollegen gibt, würde nur zu gerne im Schatten des Leimbachstadions auflaufen. Er darf aber nicht.

Der Leader handelte sich vor Wochenfrist im Heimspiel gegen den FC Lennestadt (1:1) seine fünfte gelbe Karte ein, ist somit zum Zuschauen gezwungen. Immerhin befindet sich Murat Kaya dann in bester Gesellschaft. Falk Fischer brach sich gegen Lennestadt das Handgelenk. Ein Einsatz in Siegen – unmöglich.

Gleiches gilt für den quirligen Musa Sesay. Er zog sich ebenfalls eine schmerzhafte Verletzung an der rechten Hand zu, hat mit der gesunden linken Hand für Sonntag abgewunken.

Kein Thema für das Gastspiel im Siegerland ist zudem Lukas Kessler. Der Angreifer hat diese Woche wegen einer Bronchitis passen müssen, wird sich wohl über den beliebten Live-Ticker des Märkischen Zeitungs-Verlages auf dem Laufenden halten. Nicht zu vergessen ist der langzeitverletzte Melih Akdeniz.

Apropos Langzeitverletzer: Fisnik Zejnullahu ist nach seiner wochenlangen Sprunggelenkverletzung wieder hergestellt, ist für Siegen wegen des Ausfalls von Kessler sogar ein Kandidat für die Startelf. Die wird Alen Terzic ohnehin umbauen müssen. Und das „nicht nur im Sturm, sondern auch im Mittelfeld“, wie der Übungsleiter betont: „Es wird jetzt der eine oder andere Spieler seine Chance bekommen.“

Angesichts der Ausfälle und der Ungewissheit, ob die Siegener „Wundertüte“ Verstärkungen von „oben“ bekommen erhalten wird, wäre Terzic im Vorfeld mit einem Punkt nicht unzufrieden.

„Es kann eine sehr schwierige Aufgabe werden“, sagt der 34-Jährige. Für Siegens Reserve ist es indes fast schon die letzte Chance, mit einem Sieg das rettende Ufer nicht endgültig aus den Augen zu verlieren. - LS

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