Die Betonmischmaschine bleibt am Riesei

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Als geschlossene Einheit wollen sich die Werdohler am Freitag beim SV Hohenlimburg präsentieren und freilich auch Zählbares mitnehmen.

Werdohl - Er kam, sah und siegte: Seitdem Manuel Sander beim Landesligisten FSV Werdohl auf der Kommandobrücke steht, fuhren die Risei-Kicker prompt zwei Siege ein. Dem Pokalerfolg beim SC Lüdenscheid (5:1) folgte am Sonntag in der Liga nach zuvor fünf Pleiten in Serie gegen BC Eslohe (1:0) der erste „Dreier“.

Es waren Siege, die für das Selbstvertrauen des heimischen Branchenführers zweifellos eminent wichtig waren. Es waren allerdings auch Erfolge gegen einen guten A-Ligisten und einen weiter sieglosen Aufsteiger. Zwei Mannschaften also, die – bei allem Respekt – vom Potenzial nicht im Ansatz zu vergleichen sind mit dem SV Hohenlimburg 1910. Bei eben diesen ambitionierten „Zehnern“ gibt die FSV im vorgezogenen Punktspiel am Freitagabend (19 Uhr, Kirchenberg-Stadion) ihre Visitenkarte ab.

Manuel Sander spricht mit großem Respekt über die Elf des früheren Werdohler Co-Trainers Roman Reichel, lobt vor allem die Offensive der Hohenlimburger in den höchsten Tönen. Mit Denis Rödel und Vincenzo „Vinne“ Burgio, die im Sommer den Weg vom Westfalenligisten FC Iserlohn den Weg ins Kirchenberg-Stadion fanden, sowie dem Ex-Lüdenscheider Ewald Platt verfügen die „Zehner“ über brandgefährliche Angreifer, die zumindest von den Namen her zum Besten gehören, was die Liga zu bieten hat. Dahinter ziehen die technisch hoch veranlagten Nik Kunkel und David Kerefidis die Fäden. „Gegen diese Offensive müssen wir kompakt stehen“, weiß Sander. Der neue FSV-Coach will heute Abend von seinen Schützlingen aber keinen Beton anrühren lassen. „Wir wollen uns nicht nur hinten reinstellen, sondern selbst versuchen, ein Tor zu schießen. Ziel ist es, was Zählbares mitzunehmen“, so Sander, der in seiner Mannschaft nach den jüngsten Erfolgen eine Art „Aufbruchstimmung“ erkannt haben will: „Die Stimmung ist richtig gut, die Jungs geben im Training Gas. Und es sind vor allem viele Leute beim Training.“

An den Übungseinheiten nimmt seit dieser Woche auch der zuletzt verletzte Robert Bierkoch wieder teil. „Robert ist zumindest wieder ins Lauftraining eingestiegen. Ich gehe aber davon aus, dass er noch zwei bis drei Wochen benötigen wird“, sagt Manuel Sander. Verzichten muss er am Freitag neben Bierkoch auch auf Moritz Klamann (Urlaub). Ein Ausfall, der mächtig schmerzen könnte. „Na kar tut das weh. Gerade weil Moritz bei uns auch viel organisiert“, meint der FSV-Coach. Der Einsatz des angeschlagenen Emre Aydin ist zudem fraglich.

Während die Werdohler mit dem Sieg gegen Eslohe Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld herstellten, fanden die Hohenlimburger nach einem 3:2-Sieg in Meschede Anschluss an die Spitzengruppe und könnten im Falle eines weiteren Sieges zumindest bis Sonntag auf Rang zwei vorrücken.

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