FSV Werdohl zu Gast bei Spitzenreiter Olpe

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Onur Benli (links) und die FSV Werdohl wollen sich in Olpe besser verkaufen als bei der 0:5-Hinspielniederlage.

Werdohl -  Die Zeit des Experimentierens ist vorbei, am Sonntag (15 Uhr, Kreuzbergstadion) tritt für die FSV Werdohl erstmals im Jahr 2015 der Ernstfall ein. Dann nämlich gastiert die Elf von Trainer Alen Terzic in der Fußball-Landesliga beim Spitzenreiter SpVg Olpe.

Die letzten Eindrücke waren positiv, die Generalprobe im Test beim VfK Iserlohn glückte vor Wochenfrist mit 2:0. Entsprechend zufrieden äußerte sich Terzic, der in Olpe erstmals seit seinem Amtsantritt zu Anfang des Jahres in einem Pflichtspiel auf der FSV-Bank Platz nehmen wird. „Grundsätzlich war die Vorbereitung in Ordnung“, so der Iserlohner, verbunden mit der Einschränkung: „Dennoch ist es immer schwierig, aus Testspielen vollständig etwas abzuleiten.“

Deutlich einfacher als das fällt die Prognose, dass es die Werdohler in den ersten Landesliga-Minuten des neuen Jahres direkt mit dem absoluten Schwergewicht des Klassements zu tun bekommen werden. „Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass diese Mannschaft weit über dem Schnitt der Liga liegt“, betont Terzic. Elf Zähler Vorsprung hat die SpVg auf Verfolger RW Hünsborn. Zudem haben die Schützlinge von Coach Ottmar Griffel mit 53 die meisten Treffer der Liga erzielt, mit 16 die wenigsten zugelassen.

Mit einem Werdohler Sturmlauf auf das Olper Gehäuse ist vor diesem Hintergrund eher nicht zu rechnen. Dennoch will Terzic die Punkte im Kreuzbergstadion natürlich nicht abschenken. „Wir nehmen die Rolle als Außenseiter an und glauben an unsere Chance“, bekräftigt der FSV-Trainer. Auf dem Weg zu einem möglichen Punktgewinn fordert er „hohe Kompaktheit, hohe Laufbereitschaft“ und warnt vor den brandgefährlichen Olpern, die sowohl über die Außenpositionen als auch durch das Zentrum mit hohem Tempo und großer Treffsicherheit agieren.

Das 0:5 aus Werdohler Sicht im Hinspiel war eine der wenigen Partien in dieser Saison, bei denen die FSV von Sekunde eins an völlig chancenlos schien. Damals stand noch Terzic’ Vorgänger Marco Sadowski in der Verantwortung – unabhängig davon will der Iserlohner weder Resultat noch Spielverlauf aus dem August überbewerten. „So ein Ergebnis war in der Hinrunde für Olpe nichts Ungewöhnliches“, so Terzic.

Verzichten muss die FSV auf die verletzten Melih Akdeniz, Sandro Collura und Fisnik Zejnullahu, außerdem ist Kosta Sarris gesperrt. Florian Neuke, Damiano Intravaia und Rückkehrer Tim Dlugolentzki kommen aller Voraussicht nach in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Falk Fischer, seit der Winterpause ebenfalls wieder in Werdohl, hat Terzic in der Vorbereitung hingegen überzeugt und ist ein Kandidat für die Startelf. - Von Christian Müller

FSV: Grete, Felbick – Schröder, Maus, Bierkoch, Caliskan, Sander, Kaya, Benli, Mura, Kessler, Sesay, Fischer, De Luca, Zekovic

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