Freude bei FSV Werdohl: „Absolut konkurrenzfähig“

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Onur Benli (am Ball), der zuletzt in der Westfalenliga-A-Jugend des TSC Eintracht Dortmund gespielt hat, ließ bei seinem Kurzeinsatz schon gute Ansätze erkennen.

WERDOHL - Dieser Sieg am Sonntag war ganz wichtig – für den Blick auf die Tabelle und das Selbstbewusstsein. Mit dem 5:0 gegen den Neuling SV Hüsten 09 hat die FSV Werdohl den drohenden Fehlstart in die neue Saison vermieden und darf zuversichtlich in die Zukunft blicken.

„Auch wenn wir die ersten beiden Partien verloren haben: In den ersten drei Spielen haben wir bewiesen, dass wir absolut konkurrenzfähig sind“, stellt FSV-Trainer Carsten Minker zufrieden fest und fügt hinzu: „Die Jungs marschieren, sie geben sich nicht auf. Und vorne sind wir so gut besetzt, dass wir uns gegen jeden Gegner Chancen herausspielen können.“

Bei aller Freude über den 5:0-Heimerfolg und die ersten drei Saisonzähler verkennt Minker nicht, dass sich seine Mannschaft weiterhin erst am Anfang eines Entwicklungsprozess befindet. „Wir müssen unsere Fehler in der Defensive weiter minimieren. Es waren wieder einige unnötige Aktionen dabei, mit denen wir uns selbst um den Lohn unserer Arbeit bringen können“, kritisiert der FSV-Trainer.

Unnötig und unverständlich war auch die Reaktion von Semir Tuz, der sich kurz vor der Pause bei einem verbalen Zwist mit SVH-Keeper Zelder Gelb abgeholt hatte und in der 51. Minute ausgewechselt wurde. „Seine Darstellung bei der Auswechslung hat mir gar nicht gefallen, dafür habe ich wenig Verständnis“, sagt Minker. Demonstrativ unwillig und „angefressen“ war der Angreifer vom Platz getrottet. Dabei wandelte der Doppeltorschütze mit seiner intensiven Spielweise nicht nur für jeden erkennbar auf einem schmalen Grat zur Ampelkarte. „Der Schiedsrichter hatte Benni Moch in der Halbzeit gesagt, dass unser Elfer das Spiel nicht überleben würde“, erzählt Minker. Entsprechend mussten die Trainer handeln, zumal das Spiel beim Stand von 4:0 bereits entschieden war. Dass das FSV-Offensivspiel durch Tuz’ Aus- und Uzunoglus Einwechslung an Qualität einbüßen würde, wurde schnell deutlich. „Er hat unglücklich gespielt“, sagt Minker und fügt hinzu: „Es waren 40 Minuten, die kein Mensch braucht.“ Ganz anders war dagegen der Eindruck, den Youngster Onur Benli bei seiner 20-minütigen Premiere im FSV-Trikot hinterlassen hat. „Er hat die Ruhe am Ball, ist technisch stark und man sieht auch bereits die Laufwege. Er tut uns gut“, erklärt Minker, „er muss sich jetzt nur über regelmäßiges Training anbieten.“

Zufrieden war der FSV-Trainer, dass das taktische Konzept mit nur einem Sechser und zwei Spitzen aufgegangen ist. „Das haben wir diesmal gut hingekriegt. Wir haben vorne gut zugestellt und dadurch viele Bälle früh gewonnen. Zum Teil hat es ja nur fünf, sechs Sekunden gedauert, bis wir den Ball wieder hatten. Das war sehr gut. Es steht mir zwar nicht zu, etwas über den Gegner zu sagen, aber wie das Ergebnis in der Vorwoche zustande gekommen ist, bleibt mir ein Rätsel“, meint Minker. Da hatte der SV Hüsten noch 4:1 bei SF Siegen II gewonnen. Ein Ergebnis, das angesichts der Hüstener Leistung am Riesei in der Tat mehr als erstaunlich ist.

von Stefan Herholz

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