HSV Werdohl unterliegt Ferndorf II mit 17:20

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Die HSV leistete sich beim 17:20 gegen Ferndorf II eine unerklärlich hohe Fehlerquote und verlor verdient.

PLETTENBERG - Anstatt das Polster zur Abstiegszone gegen einen den TuS Ferndorf II weiter auszubauen, versagte die HSV Werdohl/Versetal am Samstagabend in der mit rund 250 Zuschauern gut besuchten Ausweichsporthalle in Plettenberg-Böddinghausen kollektiv und verlor in einem von Fehlern geprägten Duell in der Handball-Verbandsliga mit 17:20 (10:11).

„Wir haben nicht ins Spiel gefunden“, meinte HSV-Trainer Kai Henning im Anschluss an die desaströse Vorstellung seiner Mannschaft. Nicht ins Spiel zu finden ist das eine, kaum einen gezielten Pass zum Mitspieler hinzubekommen, etwas anderes: Dabei war es völlig unerheblich, wer sich gerade auf dem Feld befand. Niemand war in der Lage, die Situation zu beruhigen, die gewohnte Sicherheit ins Spiel zu bekommen. Entsprechend enttäuscht reagierten die vielen Werdohler Anhänger, die nach der zuletzt stark ansteigenden Formkurve ein attraktives Handballspiel erwartet hatten.

Lediglich in der Anfangsphase war die HSV auf der Höhe, kam durch Lengelsen und van der Hurk zu einer schnellen 2:0-Führung. Im Stile einer Sternschnuppe verglühte die Werdohler Herrlichkeit aber so schnell wie sie erschienen war. Es folgte eine Aneinanderreihung von konzeptlosen Einzelaktionen und es gab nur einen Grund, warum der von Fehlern durchzogene Auftritt nicht in einem desaströsen Ergebnis endete: Ferndorf war auch nicht besser.

Ein Qualitätskriterium machte vielleicht den kleinen, aber feinen Unterschied aus. Die Gäste aus dem Siegerland stellten sich besser auf die Schiedsrichter ein, die einiges zuließen. Also wurde gerupft, gezogen und geackert, was die laxe Regelauslegung hergab. Und es zeichnete sich ab, dass die Gastgeber deutlich mehr investieren mussten, um in eine aussichtsreiche Wurfposition zu gelangen.

Wie dem auch sei, nur ein einziges Mal kam Stimmung und Hoffnung auf – als Jens Plassmann mit einem Torwurf über das ganze Feld (Ferndorf hatte in Unterzahl den Torwart herausgenommen) in der 52. Minute das 14:17 markierte. Für ein paar Momente schien es, als könne die HSV doch noch etwas bewegen. Meckel parierte einige Würfe und beim 16:17 (54.) durch Bardischewski war die HSV wieder dran. Auch diesmal erschien die „Sternschnuppe“ aber nur kurz. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Gurol (4), Scheerer (1), Plassmann (1), van der Hurk (3), Bluhm, Burzlaff, Lengelsen (2), Bardischewski (6/1), Lakic

TuS: Broszinski, Coordt – Walter (3), Dröge (2), Reh, John, Strack, Sorg (6/1), Markowski, Schneider (2), Heinrich, Ronge (7/1)

Zeitstrafen: HSV 3; TuS 7

Schiedsrichter: Becker/Fischer (Dortmund)

Zuschauer: 250

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