Fußball, Landesliga

FSV wird nicht Spalier stehen

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Im Hinspiel erkämpfte sich die FSV Werdohl um Matthes Schröder, Erkut Orhan und Marvin Bonevski am Kirchenberg ein verdientes 1:1.

Werdohl – Der Heimkehraus der FSV Werdohl hat es in sich: Am vorletzten Landesliga-Spieltag gibt sich am Sonntag (15 Uhr) Spitzenreiter SV Hohenlimburg 1910 die Ehre am Riesei. Es ist ein 90-Minüter, der eine durchaus pikante Note hat. Denn mit Murat Kaya und Spielertrainer Marco Polo werden zwei Noch-Werdohler ab Sommer für die „Zehner“ kicken und treffen somit bei ihrem letzten Auftritt am Riesei auf ihr zukünftiges Team.

„Murat und ich spielen momentan noch bei Werdohl. Und wir werden mit der FSV versuchen, Hohenlimburg das Leben so schwer wie möglich zu machen“, sagt Polo, der unumwunden zugibt, dass die Konstellation auch für ihn persönlich eine besondere ist. Doch Polo ist wie Kaya Sportsmann genug, um bis zur letzten Minute vollen Einsatz und Konzentration für die FSV auf den Kunstteppich zu bringen. Verlieren wollen die zukünftigen Hohenlimburger mit ihrem jetzigen Team am Sonntag auf keinen Fall.

Zu den Fakten: Im Gegensatz zu den „Zehnern“ haben die Werdohler mit ihren 40 Zählern und Rang sechs nichts zu verlieren, können also völlig befreit in das letzte Heimspiel dieser Serie gehen. Der von Michael Erzen, einst Spielertrainer beim TuS Langenholthausen, gecoachte Primus hingegen hat sich durch den letztwöchigen 1:0-Sieg im Gipfeltreffen gegen Verfolger FSV Gerlingen gleich zwei Titel-Matchbälle erspielt. Mit drei Punkten Vorsprung und einer um 13 Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem Verfolger aus Gerlingen gehen die Hohenlimburger, die das Saisonfinale daheim gegen den BSV Menden bestreiten werden, in die letzten zwei Runden, könnten am Riesei also mit einem Sieg die Meisterschaft perfekt machen.

FSV mit guter Heimbilanz

Spalier stehen werden die Werdohler am Sonntag ganz sicher nicht, gilt es, diese überaus anständige Saison möglichst erfolgreich zu beenden. „In Werdohl war es in dieser Serie für keine Mannschaft leicht“, betont Polo. Das lässt sich auch statistisch belegen. Mit 26 Punkten steht die FSV in der Heimtabelle auf Platz vier – trotz des Ausrutschers beim 0:1 gegen den als Absteiger feststehenden SSV Hagen. Fixe Ausfälle auf Seiten der FSV, die sich angesichts sicherlich zahlreich mitreisender Hohenlimburger Anhänger auf eine schöne Kulisse freuen darf, gibt es nicht. Dafür sind gleich vier Akteure fraglich.

Das gilt insbesondere für Torhüter Alexander Schmale, der beim Gastspiel in Erlinghausen (0:4) mit Matthes Schröder zusammengekracht war und in dieser Woche nicht trainieren konnte. Auch Schröders Einsatz ist gefährdet, gleiches gilt aus beruflichen und privaten Gründen für Kosta Sarris und Julian Kroll.

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