Derby zwischen FSV II und Langenholthausen

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Beim 1:6 zum Saisonstart gegen Allagen hatte Uwe Grube (links), Trainer der FSV Werdohl II, nicht viel zu lachen. Am Sonntag kommt es zum Derby gegen den TuS Langenholthausen.

Werdohl -  Die ganz große Derby-Euphorie kommt auf beiden Seiten zwar nicht auf. Dennoch gehört das Nachbarschaftsduell in der Fußball-Bezirksliga 4 zwischen der FSV Werdohl II und dem TuS Langenholthausen (Sonntag, 13 Uhr, Riesei-Stadion) aus heimischer Sicht ohne Frage zu den attraktivsten Partien in dieser Liga.

Beide Seiten betreten jedoch in gewisser Weise Neuland. „Wir freuen uns, dass uns solche Möglichkeiten auch in Gruppe 4 geboten werden“, betont FSV-Trainer Uwe Grube, dessen Team vor der Saison bekanntlich überraschend aus der Staffel 5 mit den Klubs aus Lüdenscheid, dem Siegener und Olper Raum umgruppiert worden war.

Sein Pendant Michael Erzen hingegen, seit Saisonbeginn Spielertrainer beim TuS Langenholthausen, ist zwar gebürtiger Balver, wohnt nun aber in Allendorf. „Ich komme nicht aus dem Märkischen, sondern aus dem Hochsauerlandkreis. Darum ist das für mich ungewohnt“, äußert der frühere Hammer über das bevorstehende Gastspiel am Riesei. „Trotzdem verliert die Partie aber nicht an Bedeutung“, unterstreicht Erzen.

Schließlich speist sich der Reiz dieser Begegnung nicht allein aus der geographischen Nähe beider Kontrahenten, sondern auch und ganz besonders aus den Ergebnissen des ersten Spieltags. Und da fingen sich die Werdohler Reservisten eine 1:6-Packung beim TuS GW Allagen.

Punktlos gingen auch Erzen und Co. aus, wenngleich sich zumindest das Zahlenwerk weit weniger dramatisch als bei der FSV II liest: 0:1 gegen den TuS Sundern. „Beide Teams stehen unter Druck, insbesondere wir“, urteilt Grube daher. Erzen sieht den größeren Druck hingegen bei den morgigen Gastgebern. Zugleich sieht er in dem deutlichen Ergebnis des vergangenen Sonntags aber auch eine Gefahr für seine Elf. „Das 1:6 verleitet dazu, zu sagen, es könnte einfach werden“, warnt der Langenholthausener Coach davor, die FSV zu unterschätzen.

Er selbst gibt an, die erste Werdohler Mannschaft besser zu kennen als die Zweitvertretung. Allerdings hat er einige Akteure im Kader, die an der FSV II näher dran sind und Informationen eingeholt.

Grube nahm die Grün-Weißen hingegen vor der Saison beim Testspiel gegen den Arnsberger A-Ligisten TuS Bruchhausen (2:2) unter die Lupe. Seine keineswegs überraschende Analyse: „Ab dem Mittelfeld nach vorn hat Langenholthausen vorderes Bezirksliga-Niveau.“

Erzen hingegen rechnet mit disziplinierten Werdohlern. „Sie werden uns nicht ins offene Messer laufen“, ist der Spielertrainer überzeugt. Ihm fehlen lediglich der Ex-Werdohler Dominik Nohl (Muskelzerrung) sowie der gesperrte Dean Stange. Bei der FSV II fehlen die Urlauber Yannik Schürmann, Sascha Hoffrogge, Patrick Schulze, Mehmet Bektas und Dervis Aydin. - Von Christian Müller

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