Kreisderby als Schlüsselspiel

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Werdohls Redouane El Alami (li.) ist nach seiner Verletzung in Meschede (Spielszene) für das Kreisderby wieder fit.

Werdohl - Schlüsselspiel im Riesei-Stadion – so bezeichnet Ramazan Ceylan, Trainer des FC Borussia Dröschede, jedenfalls das Kreisderby der Fußball-Landesliga am Sonntag (15 Uhr) bei der FSV Werdohl.

Von Lars Schäfer

„Diese Partie ist aus meiner Sicht absolut richtungweisend. Mit einem Sieg könnten wir ins Tabellenmittelfeld vorstoßen. Wegen vieler personeller Rückschläge verlief unsere Saison bislang nicht so wie erhofft, aber bei Werdohl war das ja auch nicht anders“, betont der Borussen-Coach. Wie wahr.

Das Landesliga-Tableau weist die beiden MK-Klubs vor dem Kräftemessen am Riesei als Tabellennachbarn aus – aber aus Sicht beider Lager längst nicht in den Regionen, in denen man sich gerne wiederfinden würde. Mit acht Punkten aus neun Spielen ist die FSV der Gefahrenzone bedrohlich nahe, nur zwei Zähler mehr – bei zehn absolvierten Partien – weist der Vorjahresdritte aus Dröschede auf. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit war bei beiden Teams schon mal wesentlich kleiner.

Auf dem Kunstgrün am Riesei wollen FSV und FC nun die Wirklichkeit verschönern. „Wir spielen zu Hause. Gerade da wollen wir immer gewinnen“, sagt FSV-Übungsleiter Marco Sadowski. „Wir wollen mindestens einen Punkt holen, besser aber drei. Auf jeden Fall soll Werdohl nach dem Spiel weiter hinter uns stehen“, sagt FC-Coach Ceylan. Klare Vorgaben also von den Chefs an der Seitenlinie und ein Indikator dafür, dass am Sonntag richtig viel auf dem Spiel steht. Dem Zuschauer dürfte es recht sein.

Marco Sadowski schob am vergangenen, für seine Schützlinge spielfreien Wochenende eine zusätzliche Trainingseinheit ein, feilte in den Übungseinheiten der vergangenen Tage vor allem am Torabschluss. Aus guten Gründen: Zehn Tore erzielte die FSV bislang – angesichts des vorhandenen Offensivpotenzials eine eher maue Ausbeute. Und da wäre noch die Anfälligkeit der Dröscheder, die bereits 23 Gegentore schlucken mussten und am Sonntag ihre Innenverteidigung umbauen müssen. Die Stammbesetzung mit Tobias Liefermann (verhindert) und Dragan Petkovic (fünfte gelbe Karte) bricht Ramazan Ceylan weg, die Tragfähigkeit des neuen Deckungsfundaments wird die FSV-Offensive abnehmen müssen und ihr aus Sicht von Marco Sadowski hoffentlich Baumängel vorweisen. Auf der Gegenseite wird der Werdohler Abwehrwall gegen die Borussen-Torfabrik Arif Et den Qualitätsnachweis erbringen müssen. Der Stürmer erzielte neun der insgesamt 15 Dröscheder Saisontore – und war nicht bei allen Partien an Bord.

Verzichten muss Marco Sadowski weiterhin auf die Langzeitverletzten Baris Caliskan, Rejhan Zekovic und Manuel Sander, der aber wieder am Mannschaftstraining teilnimmt.

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