Serie nach acht Spielen passé

FSV Werdohl verliert am Riesei 0:3 gegen Dröschede

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Arif Et (hier im Zweikampf mit Florian Neuke) sorgte mit seinem Flankenball, den FSV-Rechtsverteidiger Dustin Langenberg ins eigene Tor abfälschte, für die Dröscheder 1:0-Führung.

WERDOHL - Die Erfolgsserie der FSV Werdohl ist gerissen. Nach acht Spielen ohne Niederlage kassierte der Fußball-Landesligist vom Riesei am Sonntag eine 0:3 (0:2)-Niederlage im Kreisderby gegen Borussia Dröschede.

Von Stefan Herholz

Die Borussia hat sich nun selbst hinter das punktgleiche Spitzenduo aus Erndtebrück und Olpe auf Rang drei vorgeschoben. „Wir haben schnell ins Spiel gefunden und in der ersten Halbzeit gut gespielt“, resümierte Borussen-Trainer Alen Terzic. „Wir hatten viel Ballbesitz und haben das Spiel schnell gemacht.“ Der Lohn war eine 2:0-Pausenführung, die die Gäste nach dem Seitenwechsel clever nach Hause spielten. „Der Sieg war rundum verdient“, urteilte Terzic.

In der Tat waren die Gäste aus dem Nordkreis gestern den Hausherren in allen Belangen überlegen. Spannend hätte es wohl nur werden können, wenn Fischers ansatzloser 20-m-Schuss in der 62. Minute nicht am rechten Pfosten, sondern im Netz gelandet wäre. Das hätte den Spielverlauf aber auf den Kopf gestellt.

Die Gastgeber, bei denen Trainer Carsten Minker wegen eines Trauerfalls in der Familie von seinem „Co“ Benjamin Moch an der Seitenlinie vertreten wurde, wählten im Vergleich zur Vorwoche eine andere taktische Marschroute. Statt im 4-4-2-System begann die FSV diesmal im 4-2-3-1, stand tief und wollte so auf Konter warten. Doch das funktionierte nicht, weil die Gastgeber viel zu tief standen und Dröschede erfolgreich die FSV-Variante der Vorwoche praktizierte. Die Elf von Alen Terzic lief die verunsicherte FSV-Defensive früh an und zwang die Werdohler im Spielaufbau zu einen Ballverlust nach dem nächsten. Dröschede war so klar spielbestimmend, und die Gästeführung schien nur eine Frage der Zeit. Als dann Arif Et in der 28. Minute von der rechten Seite ins Zentrum auf Serkan Gündüz flankte, fälschte der eingerückte Rechtsverteidiger Dustin Langenberg den Ball beim Rettungsversuch so unglücklich ab, dass Grete keine Chance mehr hatte – 0:1. Nur fünf Minuten später ließen dann Borchmann und Öztop das FSV-Deckungszentrum mit einem doppelten Doppelpass ganz alt aussehen – 0:2.

Und die FSV? Sie schoss bis zur Pause nur durch Sander (44./Werner pariert) einmal aufs Tor und hatte nach dem Wechsel, als Dröschede das Ergebnis verwaltete, noch Fischers Pfostenschuss (62.) zu bieten – mehr nicht. Stattdessen legte der Gast durch Öztop noch das 0:3 (85.) per Kopf nach.

FSV: Grete – Langenberg, Klamann, Maus, Neuke – El Alami (71. El Alami), Aydin – Sander, Krämer (65. Franz), Fischer – Tuz

Borussia: Werner – Elmoueden, Eick, Liefermann, Jakubczyk – Acikel, Borchmann – Niggemann (60. Gözütok), Cakmak (81.Öztop), Et – Gündüz (68. Atar)

Schiedsrichter: Steenebrügge (Bochum)

Tore: 0:1 (28./Eigentor) Dustin Langenberg, 0:2 (33.) Maximilian Borchmann, 0:3 (85.) Serafettin Öztop – Zuschauer: 91

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